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Kein Kind zurücklassen!

Parallel zu der Einrichtung der Fachkraftstellen "NRW bewegt seine KINDER!" auf Landesebene durch den Landessportbund NRW startete in Gelsenkirchen das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor."

Was ist das - Kein Kind zurücklassen?
Kein Kind zurücklassen ist ein Projekt der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der Bertelsmann Stiftung, das eine möglichst früh beginnende und lückenlose Präventionsarbeit anstrebt und das Ziel anstrebt, die die Schnittstellen der Präventionsketten in den jeweiligen Kommunen zu optimieren. So sollen die Chancengerechtigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes verbessert werden. 
Die programmatische Umsetzung des Programms „NRW bewegt seine KINDER!“ in Gelsenkirchen findet unter der Überschrift „GELSENKIRCHEN bewegt seine KINDER“ seine Weiterentwicklung. Gelsensport und seine Sportjugend verstehen sich dabei als wichtiger Bestandteil innerhalb der gesamtstädtischen Entwicklung und Identitätsbildung, sodass sich die Zielsetzungen und Arbeitsweisen des Programms in der beschriebenen präventiven Ausrichtung der Kommune, sowie in den im Rahmen dieses Projekts von Gelsensport initiierten Maßnahmen wiederfinden.

Wieso ist eine lückenlose Präventionskette so wichtig? 
Zahlreiche Akteure sind in Gelsenkirchen auf dem Weg, „die umfangreichen Aufgaben für ein gelingendes Aufwachsen zu übernehmen. Sie sind es, die die Rahmenbedingungen für den Alltag von Familien und Kindern durch Wohnsituation, Infrastruktur, Schule, Freizeitangebote oder soziale Leistungen gestalten. Alle diese Akteure sind gefordert, wenn es darum geht, eine systematische und kontinuierliche Kooperation zu gewährleisten, zwischen den Bereichen Kinder-,  Jugend- und Familienhilfe, Gesundheitswesen, Schule und Bildungswesen, Kultur-, Sport- und weiteren Freizeitangeboten (...).“Sie alle bilden gemeinsam eine Präventionskette. Nur wenn diese möglichst lückenlos ist, kann gewährleistet werden, und hier schließt sich der Kreis zum Namen des Projekts, dass kein Kind zurückgelassen wird. 

Was tut Gelsensport im Rahmen dieses Projekts?
Das Sportgeschehen in Gelsenkirchen lässt sich schon lange nicht mehr alleine auf den Vereinssport reduzieren. Die gemeinnützigen Sportvereine und ihre Jugendabteilungen sind zwar nach wie vor die in den Sozialräumen verankerten wohnortnahen Sportanbieter, doch der Anteil der Menschen, die ihren Sport und ihre Bewegungsbedürfnisse außerhalb von Sportvereinen ausüben, wird immer bedeutsamer. Hinzu kommen die vielfältigen gesellschaftlichen Veränderungen, die ihren stärksten Ausdruck in der Bildungslandschaft finden, u. a.  durch die immer weiter zunehmende Einführung des Offenen Ganztags. Dadurch werden den Vereinen zunehmend Kinder und Jugendliche als Mitglieder entzogen. Dies macht alternative Handlungsmodelle für den Vereinssport notwendig. An diesem Punkt wirkt Gelsensport unterstützend und berät Vereine intensiv dahingehend, wie besagte alternative Handlungsmodelle aussehen sollten oder könnten. Auch wurden in der Vergangenheit vielfältige Maßnahmen und Projekte außerhalb der Vereinslandschaft initiiert, die gleichsam die Bedeutung des Freizeitsports und der -Gestaltung für Kinder und Jugendlich in Gelsenkirchen berücksichtigen. 

Und wo findet die Netzwerkarbeit, wo finden Kooperationen statt?
Aus Sicht der Sportjugend  von Gelsensport ist es unumgänglich, die Herangehensweise im Bereich Sport und Bewegung sowohl auf den Zugang über die Institutionen Kindergarten/ Schule, als auch auf alternative Zugänge, wie z.B. bestehende Elterngruppen, Projekte oder Multiplikatoren, auszurichten. Die Sportvereine und Gelsensport als deren Dachorganisation bilden dabei die wichtigsten Kooperationspartner.
Dies ist letztlich nur durch intensive Zusammenarbeit in einem funktionierenden kommunalen Netzwerk zu realisieren. Mit der Integration der unterschiedlichen Aktivitäten des organisierten Sports in das Präventionsprojekt „Kein Kind zurücklassen“, besteht die Möglichkeit, die Netzwerkarbeit, insbesondere im Sinne von Spiel, Bewegung und Sport, qualitativ weiter zu entwickeln.