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Neue Broschüren 2004 zur Vereinspraxis- und -management

 

Die neuen Broschüren vom LSB für das Jahr 2004 sind erhältlich: 0203/7381-795 oder e-mail: sportshop@lsb-nrw.de

 

 

Koordinierungsstelle "Offene Ganztagsgrundschule" bei Gelsenport

 

Vor dem Hintergrund der PISA-Studie hat die Landesregierung NRW mit dem Schuljahr 2003/2004 mit der Einführung der offenen Ganztagsgrundschulen begonnen. Ziel der offenen Ganztagsgrundschule ist die Verbesserung von Bildungsqualität und Chancengleichheit sowie die Förderung leistungsstarker ebenso wie benachteiligter Kinder. Im Rahmen der außerunterrichtlichen Unterrichtsangebote in der Zeit bis 16.00 Uhr, bei Bedarf auch länger (mindestens aber bis 15.00 Uhr), sollen diese Ziele in den Schulen mit vielfältigen Partnern, beispielsweise aus Kultur und Sport, verwirklicht werden. Gelsenkirchen ist mit einer Grundschule (Am Schloß Horst) gestartet. Weitere sechs Grundschulen haben ihr Interesse fürfür das nächste Schuljahr bekundet.

 

Für den Bereich des Sports hat das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder (MSJK) sowie für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW mit dem Landesportbund NRW (LSB) eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Kernpunkt dieser Vereinbarung ist die Aussage, dass Angebote von gemeinwohlorientierten Sportorganisationen bei der Durchführung von außerunterrichtlichen Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten durch qualifizierte Übungsleiter/-innen vorrangig gegenüber anderen Anbietern zu behandeln sind.

 

Für die Umsetzung in Gelsenkirchen hat Gelsensport eine Koordinierungsstelle eingerichtet, um ein Forum für Sportvereine, Schulen und Schulträger sowie anderen Trägern der Ganztagsbetreuung zu schaffen. Ansprechpartner dieser Servicestelle sind die Mitarbeiter Peter Dekowski, Thomas Kinner, Thomas Kinner sowie Karl-Heinz Gelhorn.

 

 

Sportpauschale statt Zuschuss

 

Meldungen, nach denen die Landesregierung von NRW, die bisherigen Zuschüsse für die Übungsleiter in den Sportvereinen in Gänze streichen will, lösen bei Gelsensport-Geschäftsführer Dr. Günter Pruin keine Panik aus.

 

Dabei geht es landesweit immerhin um 11,5 Millionen Euro, die bisher für die Vereinsförderung und für die Übungsleiter in den rd. 20 000 Sportvereinen aus der Landeskasse dem Sport als Zuschuss zugeflossen sind.

 

"Nach meinem Wissen handelt es sich bei dem Vorhaben der Landesregierung nicht um eine ersatzlose Streichung der Zuschüsse", sagte Pruin gestern in einem Gespräch mit der WAZ. "Nach meinen Informationen ist nach der Streichung der Zuschüsse die Zahlung eine Art Sportpauschaule pro Einwohner in der Diskussion, die künftig auch den Bereich des Sportstättenbaus un der Sportstätten-Instandhaltung abdecken soll."

 

Natürlich müssen solche Pläne erst noch in den entsprechenden politischen Gremien erörtert und beschlossen werden, aber Pruin ist sich sicher, dass es keine ersatzlose Streichung von Mitteln geben wird. "In der Diskussion ist ein Sportpauschale von 1,50 Euro pro Einwohner. Für Gelsenkirchen würde die jährliche Sportpauschale also rund 400 000 betragen."

 

Bisher wurden über den Landessportbund in Gelsenkirchen rund 100 000 Euro jährlich an die Sportvereine als Übungsleiterzuschüsse gezahlt. Noch ist offen, ob diese Zuschüsse künftig aus der Sportpauschale bezahlt werden können. Wenn das so wäre, blieben also künftig rund 300 000 Euro für den Sportstättenbau und natürlich auch für die Renovierung bestehender Anlagen. Pruin: "Bisher war es ja so, dass zum Beispiel für den Bau eines neuen Sportplatzes in einer Stadt ein langer Antrags- und Instanzenweg zu gehen war, bei dem die Realisierung eines Projektes oft Jahre gedauert hat. Dieses Verfahren könnte bei der Einführung einer Sportpauschale vereinfacht werden."

 

21.10.2003 Von Wolfgang Kerkhoff , WAZ Gelsenkirchen

 

 

Recklinghausen veranstaltet Ruhrolympiade

 

Grundlegende Entscheidungen über die Zukunft der Ruhrolympiade traf der Arbeitskreis Ruhrolympiade in seiner jüngsten Sitzung in Essen.

 

Den Arbeitskreis leiten wird in den nächsten drei Jahren Matthias Hartmann (Unna). Ihm zur Seite steht als Stellvertreter Karl-Heinz Hoppe, der Vorsitzende der Sportjugend Bochum, der bei der Ausrichtung der größten Jugendsportveranstaltung Europas große Erfahrung einbringen kann. Als Ausrichter der Spiele 2004 wählten die Vertreter der Sportjugenden den Kreis Recklinghausen. Festgelegt wurde in der Sitzung, dass zur Teilnahme an der Ruhrolympiade des nächsten Jahres neben den 15 Mannschaften aus dem Ruhrgebiet die Nachwuchssportler aus drei Städten der Rheinschiene, gedacht ist an Aachen, Düsseldorf und Mönchengladbach, eingeladen werden. Die Mitglieder des Arbeitskreises verständigten sich darüber hinaus darauf, die Veranstaltung auch künftig an einem "festen Termin" auszutragen, und zwar jeweils in der Fronleichnamswoche. "Neuen" Sportarten will sich die Ruhrolympiade nicht verschließen. Mit dabei werden im nächsten Jahr im Kreis Recklinghausen erstmals die Beachvolleyballer sein.

 

Quelle : WAZ Wattenscheid vom 13.10.2003

 

 

Konzept Sport-Info-Mobil
  
Am Rande der Sportausschuss-Sitzung am 2.10.2003 stellte der Gelsensport-Geschäftsführer Dr. Pruin und Vorsitzende Jürgen Deimel den Sportausschussmitgliedern das neue Sportinfomobil vor.

 

Konzept:
Der Sport wird in der Alltagskultur für immer mehr Menschen ein wesentlicher Baustein. Obwohl die Sportvereine nach wie vor die zentrale Organisationsform für die Sportlerinnen und Sportler sind, bieten mittlerweile viele gemeinnützige und kommerzielle Einrichtungen ihren Zielgruppen sportliche Möglichkeiten für ihre Freizeit an und erobern sich entsprechende Marktanteile. Darüber hinaus treiben viele Menschen ihren Sport unorganisiert und fernab aller institutionalisierten Formen. Sport wird somit in der individuellen Lebensplanung zu einem immer wichtigeren Faktor. Der neu entstandene Sportbegriff ist vielschichtig, denn es geht dabei um Freizeit-, Breiten- und Leistungssport, um Spaß, Fitness und Wellness. Gesundheitsmotive spielen eine zunehmende Rolle; die richtige Ernährung wird neben dem Sport ein weiteres bedeutsames Themenfeld. Durch die unterschiedlichsten Sportanbieter entstehen neue Wettbewerbsstrukturen und alle Angebote haben durchaus ihre Berechtigung. Gelsensport als Sportselbstverwaltung und kommunale Sportverwaltung kommt dabei die Aufgabe zu, das immer unübersichtlicher werdende Gelände im Blick zu haben und für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ein umfassendes integratives Informations- und Beratungsangebot zu organisieren.

 

Drei Elemente von Beratung sind dabei für Gelsensport von Bedeutung und zwar unter dem besonderen Gesichtspunkt von Interessenvertretung der Vereine einerseits und kommunaler Fachverwaltung andererseits unter einem gemeinsamen Dach. Dies ist für die Zielgruppenauswahl nicht ohne Folgen, denn sie kann sich dann nicht nur auf Sportvereine beschränken. Von daher geht es um zwei Bereiche, die alle untereinander verbunden sind:

 

Die zentralen Beratungsmomente für die Vereine ergeben sich zum einen aus der spezifischen Gelsenkirchener Situation (Sportförderungsplan, Sportangebote in der Stadt, Kooperationspartner etc.) und aus grundlegenden Fragestellungen, die insbesondere auch für die Sportvereine wichtige Leistungsangebote sind: Finanzen und Steuern, Vereinsrecht und Vereinsentwicklung, Kommunikation und Führung, Organisation und Planung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Jugendarbeit, aktuelle sportpolitische Probleme.


Gleichzeitig will Gelsensport aber auch die Bürgerinnen und Bürger ansprechen, die sich nicht unbedingt an Sportvereinen orientieren, trotzdem aber sportliche Interessen haben und nach Informationen suchen: Sport- und Ernährung, Sport und Gesundheit, welcher Sport ist für mich der Richtige, Sportstätten und Sportanbieter, Sport und Verein, Trendsport oder Vereinssport.

Diese beiden unterschiedlichen Zielgruppen sind in der Wirklichkeit natürlich miteinander verbunden. Als weitere Möglichkeit arbeitet im Hintergrund das Internet-Portal, über das online eine große Palette an Informationen zur Verfügung stehen: Sportarten und Sportvereine, Sportvereine in Stadtteilen, Vereinsberatung, Sportförderung und Sportpolitik, Fit und Gesundheit, sportliche Highlight's, aktuelle Informationen.

 

Durch die spezifische Aufgabenstruktur von Gelsensport findet ein großer Teil der Kommunikation und der Beratung der Vereine stationär in der Geschäftsstelle statt. In der Regel besuchen uns Vereinsvertreter und auch Bürgerinnen und Bürger nur bei konkreten Anlässen. Unser Ziel besteht aber darin, immer mehr Menschen zu erreichen. Ursprünglich wollten wir deshalb auch ein integratives Sportberatungsbüro in unseren Geschäftsräumen etablieren, um sowohl den Vereinsmitgliedern, ehrenamtlichen Funktionären und allen anderen Sportinteressierten ein gebündeltes Informations- und Beratungsangebot rund um den Sport im weitesten Sinne machen.

 

Die Tagespraxis der Sportvereine macht aber deutlich, dass gerade in der heutigen Zeit die Sportvereine umfassende und professionelle Unterstützung brauchen und zwar auch unabhängig davon, ob sie zu Gelsensport gelangen oder versuchen, ihre Belange -häufig unzureichend- selber zu regeln. Sie haben ein Recht auf kompetente und freundliche Beratung, denn dafür zahlen sie Mitgliedsbeiträge. Deshalb ist es eines der wichtigsten Anliegen von Gelsensport, im Binnenverhältnis zu den Sportvereinen ein umfassendes Beratungs- und Informationssystem aufzubauen. Die Qualifizierung ehrenamtlicher, nebenberuflicher und hauptberuflicher Vereinsmitarbeiter gehört zu unseren zentralen Aufgaben. Im Zusammenwirken mit der Gewinnung und Betreuung von Mitarbeiter/innen stellt die Mitarbeiterentwicklung eine der Kernaufgaben für die Vereine dar. Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Sport sind nicht alles - aber der Sport kann ohne qualifizierte Mitarbeiter seine Zukunft nicht sichern. Der Beratungs- und Bildungsarbeit kommt bei der Gestaltung der Zukunftsfähigkeit des Gelsenkirchener Sports eine übergreifende Bedeutung zu.

 

Unter diesen Voraussetzungen wird Qualität ein bestimmender Wettbewerbsfaktor. Nur wenn wir uns im Vergleich mit anderen bewähren, werden wir als organisierter Sport mit einer entsprechenden Dachorganisation auf Dauer unseren Einflussbereich sichern und ausbauen können. Voraussetzung dazu ist eine ständige Verbesserung des Angebots und des Umgangs mit unseren Kunden. Dabei sind es nicht nur die Fachleute, die Vorstandsmitglieder, die Trainer und die Übungsleiter, die darüber entscheiden, was und wie Qualität ist; es sind vielmehr die Teilnehmer, die Nutzer, die Kunden der Vereinsangebote und der Vereinsdienstleistungen. Ihre Erfahrungen und Wünsche sind oftmals das Maß aller Dinge.

 

Insbesondere die kommerziellen Anbieter können auf Grund ihrer finanziellen und personellen Ressourcen zumindest teilweise schneller auf veränderte Nachfragen reagieren. Während dort Angebot und Nachfrage flexibel aufeinander abgestimmt werden (was sich nicht rechnet, fliegt raus), halten Sportvereine Strukturen und Angebote aufrecht, auch wenn sie nicht marktförmig sind. Hier zeigt sich dann die sozialpolitische Verpflichtung des Sports ganz besonders.

 

Der allergrößte Teil der jetzigen Funktionsträger und Übungsleiter ist noch im traditionellen Sport ausgebildet worden. Ob die nachfolgende Generation ähnliche Einstellungen und Loyalitäten mitbringt, ist noch nicht abzusehen. Deshalb müssen wir besonders sensibel sein, denn die freiwillige Mitarbeit ist und bleibt der Grundpfeiler der Vereinsarbeit. Wenn wir ausschließlich an den bisherigen langen und umfassenden Ausbildungsgängen im Lizenzwesen festhalten, wird die Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer schwieriger. Deshalb wollen wir ein abgestuftes Konzept, das zusammen mit dem Bildungswerk entwickelt werden muss. Ein umfassendes Vereins-, Informations-, Beratungs- und Schulungsprogramm - kurz VIBSS - werden wir für den Gelsenkirchener Sport aufbauen. Das Ziel besteht darin, einen einfachen und schnellen Zugang zur Beratung und Information zu erhalten, der für die Bewältigung der täglichen Vereinsaufgaben wichtig ist. Hierbei müssen wir die Vereine unterstützen und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Kurzum: Wir müssen auch neue Zugänge entwickeln und deshalb sind wir auch von der konventionellen Idee einer stationären Beratung abgewichen. Wir haben die tagtägliche Erfahrung gemacht, dass es eine Vielzahl von Hemmschwellen gibt, die die Vereinsvertreter daran hindern, sich auf den Weg zu uns zu machen. Würden wir diese Tatsache ignorieren, wäre eine große Möglichkeit bürgernaher Information und Beratung vertan.

 

Von daher werden wir unseren konzeptionellen Rahmen verändern und zukünftig auf zwei Elemente von Information und Beratung setzen: auf eine stationäre und auf eine mobile Variante. Wir werden uns nach wie vor in erster Linie als kundenorientierter Serviceleister für den Sport und seine Vereine verstehen und sind dabei die Interessenvertreter des organisierten Sports. Gleichzeitig haben wir darüber hinaus ein Selbstverständnis, nach dem wir unseren Kundenkreis vergrößern wollen, indem wir versuchen werden, möglichst viele Menschen in der Stadt (vereinsgebunden und vereinsungebunden) über unser Portal Gelsenport zu erreichen:

  • Information, Beratung und Unterstützung der Sportvereine, der ehrenamtlichen Funktionäre, der Jugend-, Übungs- und Organisationsleiter
  • Beratung von Bürgerinnen und Bürgern in allen Belangen des Sports und seiner vielfältigen Motive

Je nach Beratungsnotwendigkeit kann dies entweder in den Geschäftsräumen von Gelsensport oder durch eine mobile Beratung geschehen. Dies hängt vom Umfang und der Komplexität des Beratungsgegenstandes ab.


Eine neue und kundenorientierte Arbeitsweise scheint eher darin zu liegen, die Vereine und Menschen unmittelbar vor Ort aufzusuchen, sie direkt anzusprechen, um dann -wenn von ihnen gewünscht- ein entsprechendes Informations- und Beratungsangebot vorzustellen.

 

Deshalb wurde die Idee entwickelt, vor Ort zu gehen und den geplanten Service über ein mobiles Beratungsbüro anzubieten: durch ein Sport-Info-Mobil. Neben der vorhandenen Beratungsstruktur von Gelsensport wird damit ein zusätzliches Angebot unterbreitet. Dies ist dann ein weiterer Baustein zukunftsfähiger und kundenorientierter Arbeit einer kommunalen Dachorganisation des Sports. Gelsensport wird auf die Menschen zugehen und ihnen ein umfassendes Beratungsangebot machen, damit sie daraus unmittelbaren Nutzen ziehen können:

 

Die Beratung der Bürgerinnen und Bürger und der Vereine rund um die Fragen des Sports kann zentral, dezentral und stadtteilorientiert organisiert werden. Zielorte und Zeiten werden über die Printmedien, den lokalen Rundfunk und über das Internet bekannt gemacht.


Die Vereine, die eigenverantwortlich kommunale Sportanlagen betreuen oder vereinseigene Sportanlagen bewirtschaften sind Standorte für Beratungen im Sinne der Zielsetzungen und Fördermöglichkeiten des Sportförderungsplans der Stadt Gelsenkirchen. Hier ist auch eine unmittelbare Vereinsberatung organisierbar. Dabei besteht auch die Möglichkeit, den Vereinen direkt bei evtl. Antragsstellungen Hilfestellungen zu geben.


In den Stadtteilen sind markante Plätze und Einrichtungen die Anlaufstelle für Beratungsangebote an die Bevölkerung (z. B.: Fußgängerzonen). Hier lässt sich dann Sportberatung im umfassenden Sinne anbieten. Dabei wird Gelsensport auf Kooperationspartner zurückgreifen (Ernährungsberatung, Gesundheit etc.)


Gelsensport hat darüber hinaus die Möglichkeit, auf vielen zentralen Sonderveranstaltungen mit sportlichem und/oder kulturellem Hintergrund präsent zu sein (sportliche Veranstaltungen mit regionalem Charakter, Theaterfest, Sommerfest Schloß Berge etc.) Hier besteht die Möglichkeit ganz neue Zielgruppen anzusprechen, um auf die gesamte Angebotspalette von Gelsensport hinzuweisen. Dazu wird ein spezieller Flyer zur Verfügung stehen, der dann verteilt werden kann. Dadurch entsteht eine weitere Grundlage über den Sport in der Stadt zu informieren und den Bekanntheitsgrad von Gelsensport zu steigern.


In das gesamte Beratungsprogramm wird das Bildungswerk des Landessportbundes integriert. Hier besteht dann ein weiterer Baustein um auf ein umfangreiches Kurs-Programm des Sports zurückzugreifen. Dies ist insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger interessant, die (zunächst) vereinsunabhängig gezielt sportliche Angebote suchen und auch für Vereinsmitglieder, die sich für die Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten des organisierten Sports interessieren.


Das Info-Mobil wird mit einer Fülle unterschiedlichster Materialien ausgestattet, die über die vielfältigen Aspekte des Sports in der Stadt informieren.


Das Sport-Info-Mobil wird ein persönliches Design erhalten. Es verfügt über ein Beratungsmodul und eine spezielle Service-Zelle. Zur festen Ausstattung gehört ein Lap-Top, um auch auf die Internet-Seite von Gelsensport zurückgreifen zu können. Hier sind über eine Suchmaschine alle Vereine in den Stadtteilen zu finden und auch einzelne Sportarten können gezielt stadtteilorientiert gesucht werden.

 

Nur ein attraktives und an den Wünschen der Menschen orientiertes kommunales Sportangebot kann ein weiteres Stück Lebensqualität in und für Gelsenkirchen sichern. Insbesondere auch dann, wenn wir zur Kenntnis nehmen, dass gerade der Sport in seiner Vielfältigkeit immer mehr in das tägliche Leben vieler Menschen integriert wird. Gerade in diesem Zusammenhang wird eine grundlegende Information und Beratung der Menschen immer wichtiger. Hierzu wollen wir zusammen mit unseren Kommunikationspartnern einen entscheidenden Beitrag leisten.

 

 

Öko-Scheck im Sport

 

Eine Aktion des LSB und des Institut für zukunftsfähige Projekte ist eine auf Dauer gesehen lohende Investition.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.wir-im-sport.de

 


"Richtig fit" Broschüre
Angeregt durch den LandesSportBund NRW hat sich Gelsensport Ende des Jahres 2001 entschieden, an einem bundesweiten Projekt teilzunehmen, dass zum Ziel hat, die Fitnessangebote der Sportvereine in Gelsenkirchen übersichtlich für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt darzustellen.

Dieses Projekt "Stadtprogramme" reiht sich ein, in die 1997 vom Deutschen Sportbund gestartete Initiative "richtig fit". Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Sportvereine als Fitnessanbieter Nr. 1 einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen

 

Die Initiative steht unter dem Motto "richtig fit" mit den vier "Mach es" - Grundregeln

 

1. Regelmäßig
2. Richtig
3. Mit Maß
4. Mit Spaß

Für die Aufnahme in die Broschüre mussten die Angebote folgende Kriterien beinhalten:

 

1. fitness - orientiert
2. zugangsoffen für alle Interessenten
3. langfristig angeboten und
4. unter kompetenter Leitung

 

Alle Sportvereine in Gelsenkirchen wurden auf ihre Angebote hin abgefragt und hatten somit die Möglichkeit, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Zur besseren Übersicht und Handhabung sind die rückgemeldeten Angebote in Kategorien sortiert worden, die sich entweder an bestimmte Themen oder an bestimmte Zielgruppen orientieren. Diese sind nach Vorgabe des Deutschen Sportbundes:

 

1. "richtig fit" for life


Angebote für alle, die sich mit verschiedensten Sportangeboten richtig fit halten möchten oder es noch werden wollen.

 

2. "richtig fit" für die Gesundheit

Angebote, die vorrangig der Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit dienen (Übungsleiter verfügen über besondere Kenntnisse im Bereich der gesundheitsorientierten Sportangebote).

 

3. "richtig fit" und "GUT DRAUF": Kids und Teens

Angebote, die sich an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre wenden

 

4. "richtig fit" ins Alter

Angebote für alle, die sportlich ins Alter kommen möchten und die Sport nicht ausschließlich aus gesundheitlichen Aspekten betreiben möchten.

 

5. "richtig fit" Sonderprogramme

Ferien-, Wochenend- und Tageskurse (z. B. Selbstverteidigung, Radtouren, Erlebniskurse, Skikurse etc.)

 

Die Gmünder ErsatzKasse (GEK) fördert als langjähriger Partner des Deutschen Sportbundes dieses Projekt. Sie engagiert sich trotz veränderter Zielsetzung der gesetzlichen Gesundheitsförderung im gesundheitsorientierten Freizeit- und Breitensport. Dies nicht zuletzt, weil sinnvolle Präventionsarbeit im Hinblick auf ein sich veränderndes Krankheitsspektrum und der sich wandelnden demographischen Bevölkerungsstruktur, immer notwendiger ist und wird.

 

Infos erhalten Sie von Thomas Kinner unter 0209/169-29 87 oder hier .

 


"Vereine und Steuern" multimedial: Fachbuch für Vereinsvorstände und Mitglieder neu aufgelegt

 

Düsseldorf, den 13.02.2003

Neu aufgelegt hat das nordrhein-westfälische Finanzministerium das Fachbuch "Vereine & Steuern". Die 152-seitige Broschüre erläutert steuerlichen Laien eine Vielzahl von Regelungen, die für die geordnete Geschäftsführung eines Vereins von großer Bedeutung sind.

 

Die Ausgabe 2003 enthält bereits die entsprechenden Auszüge aus dem neuen Anwendungserlass zur Abgabenordnung (AEAO).

Der Nutzwert wird durch eine CD-ROM mit identischem Buchinhalt in digitaler Form deutlich erhöht: Sie erleichtert den Ausdruck von Formularen und ermöglicht die Übernahme von Mustervordrucken und -texten in Standardsoftware. Eine gute Navigation und die Möglichkeit zu Volltextrecherchen ergänzen den Service für den Nutzer.

 

"V"Vereine und Steuern" kostet als Printmedium 8 € und als CD-ROM 8,50 €. Das Gemeinschaftspaket von Buch und CD-ROM gibt es zum Vorzugspreis von 14,10 € und kann bei c@ll NRW, dem Bürger- und ServiceCenter Nordrhein-Westfalens, gegen Rechnung bestellt werden:

Telefon (0180) 3 100 110, Fax (0180) 3 100 111

Copyright: Finanzministerium NRW 2003

 

 

GEMA-Tarife 2003 teilweise erhöht

 

Interessant für Sportvereine

Mit Beginn des neuen Jahres 2003 hat die GEMA eine Reihe von Erhöhungen vorgenommen, die auch für die Sportvereine von besonderem Interesse sind. Die GEMA gewährt wie bisher auf diese neuen Tarife allen Sportvereinen auch weiterhin einen Gesamtvertragsnachlass.

 

Die neuen Tarife stehen ab sofort zur Verfügung. Bestellungen nimmt der Deutsche Sportbund (Frau Hochgesand), Tel. 069/6700-267 entgegen; bei ihr können auch die Tarife elektronisch abgerufen werden (E-Mail: hochgesand@dsb.de) Die GEMA-Tarife sind kostenfrei.

Quelle: Wir im Sport 2/2003

 


Sportunfälle belasten die Krankenkassen nicht spürbar!
 
Bundesministerin Ulla Schmidt überraschte den Sport zuletzt mit provokanten Aussagen zum gesetzlichen Krankenversicherungsschutz. Die Idee der Ministerin, u.a. Sportunfälle aus dem Leistungskatalog der GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) zu streichen, ist aber nicht neu, sondern wurde bereits von ihren Vorgängern immer wieder ergebnislos in die öffentliche Diskussion geworfen.

 

Wie der Begriff Freizeitunfälle vielleicht vermutet lässt und wie vielfach geschrieben wurde, kann der zur Streichung vorgesehene Versicherungsschutz aber nicht mit einer privaten Unfallversicherung, ob nun als Pflichtversicherung oder freiwillige Versicherung, ersetzt werden. Es bedarf einer privaten Krankenversicherung, um die Heilbehandlungskosten Kosten für Hilfsmittel zu tragen.

 

Dass die Ministerin bei ihrem Vorschlag mit Zitronen handelt, beweisen die Zahlen der Sportunfallforschung der ARAG Sportversicherung. Als Versicherer fast aller Landessportbünde/-verbände in Deutschland sammelt sie seit mehr als 20 Jahren Unfalldaten und wertet diese aus.

 

Demnach kommt es jährlich in der Bundesrepublik zu ca. 1,33 Mio. Sportunfällen, von denen ungefähr die Hälfte auf den Vereinssport entfällt. Die Gesamtkosten aller Sportunfälle machen ca. 1,6 Mrd. € (0,7%) vom Gesamtkostenaufwand der GKV von 218 Mrd. € aus. Betrachtet man dabei nur den organisierten Vereinssport, so liegt der Anteil am Gesamtaufwand der GKV bei 0,4%.

 

Diese Zahlen belegen, dass eine signifikante Kosteneinsparung mit einem vertretbaren Kostenaufwand nicht zu erreichen ist.

 

Quelle: aragvid-arag 02/03

 

 

Gelsensport-Forum Leistungssport am 31. 1. 2003

 

Förderung des Leistungssports
  
Leistungssport soll neue Impulse erhalten. Auf gute Resonanz und großes Interesse stieß am Freitag Abend das Forum zur Leistungssportförderung, das auf Einladung von Gelsensport als aktuelle Bestandsaufnahme Ideen und Impulse für die zukünftige Arbeit in diesem Bereich entwickeln sollte.

 

Dass diese Veranstaltung in einem Raum der Arena "AufSchalke" stattfand, war womöglich kein Zufall, denn der Bundesligist ist mit seinem Profikader, aber auch zunehmend mit seiner Nachwuchsförderung das leistungssportliche Aushängeschild der Stadt. Doch was kommt nach "König Fußball"? Überregionale Erfolge Gelsenkirchener Sportler gab es in den vergangenen Jahren hauptsächlich in den Disziplinen, die kaum breite Öffentlichkeitswirkung entfalten. Als da wären der Bogen- bzw. Schießsport sowie im Billard durch den GT Buer. Auch Veranstaltungen mit überregionalem Charakter sind in Gelsenkirchen dünn gesät und müssen Jahr für Jahr um ihre Zukunft kämpfen, wie zum Beispiel das Judo-Masters des JC Koriouchi.

 

"Wir wollen den Leistungssport Stück für Stück nach vorn bringen und den Vereinen Mut machen, sich zu engagieren", formulierte Gelsensport-Geschäftsführer Dr. Günter Pruin zu Beginn der Tagung, der seine Dachorganisation in der Rolle des Moderators sieht.

 

Bei der Vorstellung leistungsorientierter Vereinsprojekte wurde schnell deutlich, dass die Clubvertreter fast alle mit denselben Problemen zu kämpfen haben. Ungenügende Hallenkapazitäten, keine hauptamtlichen Trainer (Ausnahme Schalke 04), bürokratische Hindernisse und vor allem fehlende Sponsoren sind die prägenden Strukturmerkmale. Oft werden solche Defizite abgemildert durch ein außergewöhnlich hohes ehrenamtliches Engagement. So berichtete Hubert Rosiejak ("Pfeil" Erle) von 16-Stunden-Tagen, wenn es gilt, internationale Radspitzenkräfte für den "Großen Preis" von Gelsenkirchen zu organisieren. Der Diskussionsverlauf machte deutlich, dass die Vereinsmitglieder wissen, dass ihre Arbeit angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage auch in Zukunft nicht einfacher wird.

 

Hoher Zeitaufwand

 

Hubert Rosiejak: "Uns wäre schon sehr geholfen, wenn auch einmal über Sparpotenziale in der Sportverwaltung nachgedacht wird. Mein Eindruck ist, dass zum Beispiel in Duisburg viel Geld, das dem Leistungssport zugute kommen könnte, in großen Bürokratieapparaten versickert."

 

Peter Büteröwe (JC Koriouchi) regte an, dass sich Veranstalter, die überregionale Ereignisse organisieren, regelmäßig zu einem Erfahrungsaustausch treffen. Büteröwe: "So können Fehler vermieden werden und wir ersparen uns manch unnötige Arbeiten."

 

Dass die enge Zusammenarbeit mit einer Schule langfristig auch dem Leistungssport zugute kommen kann, machte Amateur- und Jugendmanager Bodo Menze am Beispiel des FC Schalke 04 und der Gesamtschule Berger Feld deutlich. Menze: "Es gibt kein Geheimnis für unsere Erfolge, sondern sie sind das Produkt harter Arbeit. Wir hatten konkrete Zielvorstellungen und haben uns dabei von dem Grundsatz leiten lassen: Keine Klasse ohne Masse."

 

SSchalke 04 verfügt in Gelsenkirchen über das einzige Talentzentrum, während frühere Zentren für Squash im Jahr 1999 und für Badminton im Jahr 2000 eingestellt werden mussten, weil entsprechende Auflagen nicht mehr erfüllt werden konnten. Auch in Sachen Landesleistungsstützpunkte hat Gelsenkirchen großen Nachholbedarf. Von 349 solcher Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen gibt es hier nur einen für die Schützen. Peter Post, sportpolitischer Sprecher der SPD, plädierte deshalb dafür, "diesen negativen Standard zu verbessern. Dazu müssen alle Ressourcen genutzt und verkrustete Strukturen optimiert werden. Positive Ansätze bei den Vereinen müssen engagiert gefördert werden."

 

Dies könnte beispielsweise dadurch geschehen, dass über die Verteilung der Gelder an Sportclubs neu nachgedacht wird, wie Werner Hein, der Sportbeauftragte der Stadt, zu bedenken gab. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen besteht aufgrund des Gelsenkirchener Modells für die Vereine bis 2007 finanzielle Planungssicherheit. Hein: "Wir sind deshalb in der Lage, neue Prioritäten zu setzen." Dabei soll es nicht bei Absichtserklärungen bleiben, sondern in Zusammenarbeit mit den Clubs für eine Belebung des Leistungssports gesorgt werden.

 

Quelle: Buersche Zeitung - 02. 02. 2003

 

 

Protokoll der Tagung Leistungssport


Ort: Arena auf Schalke, Raum Würth Treff
Termin: 31.01.2003, 19.00 Uhr

Anwesend: siehe Anwesenheitsliste

 

Programm:

 

- Begrüßung und Eröffnung
- Eingangsstatement
- Vorstellung leistungsorientierter Vereinsprojekte in Gelsenkirchen
- Diskussionsblock
- Möglichkeiten der Unterstützung des Leistungssports in Gelsenkirchen/Förderprogramme
- Diskussionsblock
- Zusammenfassung und der Versuch eines Ausblicks

 

Begrüßung und Eröffnung/Eingangsstatement

 

Herr Dr. Pruin, in Vertretung von Jürgen Deimel, eröffnete die Sitzung und formulierte mit den Schlagworten analysieren, informieren, interessieren und Mut machen, die Ziele dieser Veranstaltung. Er verwies darauf, dass die Arbeit durch entsprechende Hauptamtlichkeit zukünftig unterstützt werden kann.


Auch der Vorsitzende des Sportausschusses, Herr Brückner, begrüßte in seinem Grußwort das verstärkte Bemühen um Aktivitäten im Bereich Leistungssport und wünschte der Tagung einen erfolgreichen Verlauf.

 

Vorstellung leistungsorientierter Vereinsprojekte in Gelsenkirchen

 

Günter Kruszewski versuchte über gezielte Fragen an die Vereinsvertreter, deren Vereine leistungssportliche Ansätze zeigen, Strukturen, Entwicklungen etc., aber auch Probleme und Hindernisse auf dem Weg zum Leistungssport herauszufinden und zu erläutern. Dabei wurde zweierlei deutlich:

 

1. Unabhängig von der Sportart ähneln sich die Problematiken. Es fehlen adäquate Trainingsbedingungen (von der Zeit und von der Ausstattung der Sportanlagen); qualifizierte Trainer und zum Teil finanzielle Mittel

 

2. Trotz dieser prägenden Strukturmerkmale in Gelsenkirchen ist es möglich, leistungssportliche Ansätze zu entwickeln. Allerdings ist hierfür ein außergewöhnlich hohes ehrenamtliches Engagement notwendig, um strukturelle Defizite auszugleichen.

 

Diskussionsblock

 

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde verstärkt das Thema Schule/Verein angesprochen. Hier verwies der sportpolitische Sprecher der SPD, Peter Post, auf ein Projekt in Gladbeck, an dem sich 30 Vereine und 28 Schulen beteiligen. Auch Herr Hein, Sportbeauftragter der Stadt Gelsenkirchen, fragte in Richtung der Vereine, inwieweit die Zusammenarbeit mit Schulen gesucht wird.

In Gelsenkirchen gibt es Kooperationen mit Schulen. Allerdings ist darunter nur eine (Jugendabteilung Schalke 04/Gesamtschule Berger Feld), die die Anerkennung als Leistungsstützpunkt hat. Vielfach scheitert es an Voraussetzungen, die von den Vereinen nicht zu beeinflussen sind. Beispiel: SG Schwimmen. Auf Grund des Fehlens einer 50m-Bahn, kann Gelsenkirchen kein Leistungsstützpunkt werden, obwohl die Qualität und auch die Quantität der Arbeit im Bereich Leistungssport höher zu bewerten ist als die Arbeit des Stützpunktes in Gladbeck.

 

Andere Projekte waren bis 1999 bzw. 2000 anerkannt (Squash und Badminton), sind dann aber eingestellt worden.

Abschließend regte Herr Büteröwe (Judo Club Koriouchi Gelsenkirchen) ein regelmäßiges Treffen der entsprechenden Vereine zwecks Erfahrungsaustausch an. Dies wurde von allen Beteiligten positiv aufgenommen.

 

Im Anschluss fasste Herr Kinner die Diskussion zusammen . Dabei ging er noch einmal auf die verschiedenen Probleme ein, verwies aber auch auf die Vereinsbeispiele, die belegen, dass Leistungssport auch unter den gegebenen Rahmenbedingungen möglich ist. Die Tagung soll dazu beitragen, dass die Vereinsvertreter Teile von anderen mitnehmen können, um sie im eigenen Verein für eine leistungssportliche Arbeit zu nutzen.

 

Möglichkeiten der Unterstützung des Leistungssports in Gelsenkirchen/Förderprogramme

 

Nach einer kurzen Pause stellten nacheinander Herr Dr. Beck (Stadt Gelsenkirchen), Herr Becker (Beauftragter der Bezirksregierung Talentsichtung/Talentförderung) und Herr Neumann (LandesSportBund NRW) die Möglichkeiten der Förderung auf den verschiedenen Ebenen.

 

Stadt Gelsenkirchen: Herr Dr. Beck schilderte die finanzielle Situation der Stadt Gelsenkirchen und konnte keine Zusagen hinsichtlich einer finanziellen oder materiellen Förderung des Leistungssports machen. Er verwies aber auf den Vertrag zwischen Gelsensport und der Stadt, der den Vereinen die finanziellen Rahmenbedingungen sichert. Dazu gehört die kostenlose Nutzung der Sportanlagen sowie die uneingeschränkten Zuschüsse an die Dachorganisation Gelsensport und an Vereine.

 

Herr Becker stellte die Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten im Bereich Talentsuche/Talentförderung in Kooperation mit Schule vor. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Anerkennung der Fachverbände. Am Beispiel der Kooperation Gesamtschule Berger Feld und Schalke 04 wurde der Verlauf eines Projektes vom Antrag bis zur Umsetzung praxisnah beschrieben (Redebeitrag in Anlage).

 

Als letzter Referent stellte Herr Neumann vom LandesSportBund NRW die Möglichkeiten von Förderung im Leistungssport aus Sicht des LSB dar. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang ist, dass der Leistungssport nur über die Fachverbände gefördert wird. Es gibt keine direkte Förderung über den LSB (Redebeitrag in Anlage).

 

Diskussionsblock


Abweichend vom im Programm vorgeschlagenen Thema, " Wie lassen sich die Ebenen konstruktiv miteinander vernetzen, um eine systematische und nachhaltige Leistungssportförderung zu erreichen?" drehte sich die anschließende Diskussion vornehmlich um die finanzielle Unterstützung durch den LandesSportBund. Es herrschte Unverständnis darüber, dass der Ansatz im Haushalt LSB für Leistungssport, im Vergleich zum Gesamthaushalt, eher gering ausfällt. Herr Neumann erläuterte, dass die Fachverbände im wesentlichen mit über die Mitteleinstellung im Gesamthaushalt beschließen, es von dieser Seite aber keine Initiativen zu einer Prioritätenverschiebung und damit zur Erhöhung des Ansatzes Leistungssport gibt.

 

Zusammenfassung und der Versuch eines Ausblicks

 

Herr Dr. Pruin bewertete in seinem Schlusswort die Veranstaltung als gelungen. Die Ziele, zu informieren, zu interessieren und Mut zu machen, seien, dass haben die Diskussionen gezeigt, offensichtlich erreicht worden. Die zahlreiche Anwesenheit von Vereinsvertretern und dir rege Teilnahme an den Diskussionen weckt die Hoffnung, dass zukünftig mehr Vereine im Bereich Leistungssport aktiv werden.

 

 

Neuer Service beim Landessportbund

 

Das Sportportal des LandesSportbundes (www.wir-im-sport.de) bietet einen neuen Service. Ab sofort können die Sportvereine im LandesSportBund Nordrhein-Westfalen ihre im Sportportal des Landes-SportBundes zu findenden Vereinsdaten selbst online aktualisieren. Damit können Sie alle Angaben über Ihren Verein (Name, Adresse etc.) stets umgehend auf den aktuellsten Stand bringen. Außerdem ist es ab 2003 auch möglich, dass Sie die Bestandserhebung für Ihren Verein online abgeben können.

 

Was müssen Sie tun? Um die Daten ändern oder die Bestandserhebung online über das Sportportal abgeben zu können, benötigen Sie eine Registrierung, die Kennziffer des LandesSportBundes für Ihren Verein (siebenstellig) und ein Administrator-Kennwort. Über die einzelnen Schritte zur Registrierung und zum Erhalt des Kennwortes informiert Sie ein Info-Blatt, das Sie unter www.wir-im-sport.de als PDFDatei finden und herunterladen bzw. ausdrucken können. Klicken Sie dazu auf der Startseite des Sportportals in der linken Navigationsleiste auf die Rubrik „Service“ und dann auf „Bestandserhebung“ oder „Vereinsdaten bearbeiten“.

 

Wichtig: Bei der Bestandserhebung sind für jeden Verein die Daten aus dem Vorjahr bereits hinterlegt, so dass Sie nur Änderungen eingeben müssen. Die Eingabe ist erst ab 1. Januar 2003 möglich. Es empfiehlt sich aber schon jetzt, alle im Info-Blatt angegebenen Schritte durchzuführen und zu prüfen, ob die für Ihren Verein hinterlegten Daten korrekt sind.

 

Bei Rückfragen: LandesSportBund Nordrhein-Westfalen, E-Mail: bestandserhebung@lsb-nrw.de

© LandesSportBund Nordrhein-Westfalen am 04.12.2002

 

 

Die Broschüre "Jugendarbeit im Sportverein"

 

Fakten -Ideen -Perspektiven kann im Sport-Shop des LandesSportBundes zum Selbstkostenpreis von 5.- € plus Versandkosten bestellt werden.

 

Kernpunkt der Broschüre sind zentrale Aussagen der Studie von Prof. Brettschneider zu ausgewählten Themenbereichen (" In der Entwicklung des Rauch- und Trinkverhaltens unterscheiden sich Sportvereinsmitglieder nicht systematisch von den vereinsdistanzierten Jugendlichen.") sowie konkrete Vorschläge für die Sportpraxis der Vereine, aus denen die Verantwortlichen für die Jugendarbeit Orientierungen für ihre praktische Arbeit ableiten können.

SportShop des LandesSportBundes, Postfach 10 15 06, 47015 Duisburg, Tel. 0203/7381-795, sportshop@lsb-nrw.de

 

Zu diesem Thema gab es auch Ende September einen Kongress in der Ruhr-Uni Bochum.

 


Qualitätsoffensive "Jugendarbeit im Sport"


Kongress, Jugendcamp und Trendsportevent in Bochum

 

Drinnen wurde wissenschaftlich diskutiert, draußen probierten Jugendliche moderne sportliche Angebotsformen aus und hatten jede Menge Spaß. Am 27. und 28. September fand an der Ruhr-Universität in Bochum eine in dieser Kombination in Deutschland bisher einmalige Veranstaltung statt: Die Qualitätsoffensive "Jugendarbeit im Sportverein" mit einem sportwissenschaftlichen Kongress, einem Jugendcamp sowie einem Trendsportevent. Die Devise "Heraus aus dem Elfenbeinturm von Theorie und Wissenschaft" hatten sich die Veranstalter auf die Fahnen geschrieben.


Ein insgesamt gelungener Spagat zwischen Erlebnis und Lernen.

 

Veranstalter waren der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen, die Sportjugend NRW, das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, der Deutsche Sportbund sowie die Deutsche Sportjugend.

 

160 Kongressteilnehmer aus ganz Deutschland waren gekommen unter ihnen auch Prof. Wolf-Dietrich Brettschneider (Uni Paderborn), der im vergangenen Jahr mit seiner Studie "Jugendarbeit im Sportverein - Anspruch und Wirklichkeit" die Qualitätsoffensive "Jugendarbeit im Sport" in den Sportorganisationen forciert hatte, und Prof. Klaus Hurrelmann (Uni Bielefeld), Hauptautor der aktuellen Shell-Jugendstudie. Die wissenschaftliche Leitung hatte Prof. Werner Schmidt (Uni Essen).

Im gleichzeitig organisierten Jugendcamp erlebten 250 Mädchen und Jungen zwischen 14 und 17 Jahren in zahlreichen Workshops viel "Fun und Action".

 

Bei der Eröffnung des Kongresses wurde der Wert und die Bedeutung der sportlichen Jugendarbeit ins rechte Licht gesetzt. Während DSB-Präsident Manfred von Richthofen an die Funktion des Schulsports und der Sportvereine erinnerte, die mit ihrer tagtäglichen Arbeit wichtige Rahmenbedingungen für ein lebenslanges Sporttreiben und für die Gesundheitserziehung von Kindern und Jugendlichen schaffen und dafür die erforderlichen sportpolitischen Grundlagen erwarten können, hob der dsj-Vorsitzende Ingo Weiss den Stellenwert sportlicher Jugendarbeit als Ort des Erlebens von Sport, Partnerschaft und Kommunikation hervor. Dies wirke auch in den zahlreichen internationalen Jugendbegegnungen.

 

Für NRW-Sportminister Dr. Michael Vesper ist die Qualität sportlicher Jugendarbeit ungemein wichtig, denn Sport stehe im Mittelpunkt des Interesses von Kindern und Jugendlichen. Die PISA-Studie habe leider den Sportunterricht nicht berücksichtigt, obwohl der Sport über die Entwicklung motorischer Fähigkeit doch wichtige Voraussetzungen für den Lernerfolg auch in den kognitiven Fächern bildet. LandesSportBund-Präsident Richard Winkels unterstrich in seinem Statement die hohe Bedeutung des Jugendsports in der Arbeit des LandesSportBundes und kündigte weiteres Engagement für die Arbeit der Sportjugend an. Der Vorsitzende der Sportjugend NRW, Dirk Mays, betonte die geänderte Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und den damit verbundenen Wandel der Bedürfnisse, dem die Jugendarbeit im Verein mit zeitgemäßen und attraktiven Angeboten Rechnung tragen müsse.

 

Die 65 Vereine, die im ersten bundesweit ausgeschriebenem Wettbewerb "Good Practice" in Bochum im Rahmen des Kongresses ausgezeichnet wurden, zeigten deutlich auf, wie zeitgemäße Angebote aussehen können.

 

Der Versuch einer Auswertung des Kongresses wäre an dieser Stelle verfrüht, aber eines ist hervorzuheben: Die Sportverbände zeigen, dass sie die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen ernst nehmen und die "Qualitätsoffensive Jugendarbeit im Sport" auf allen Ebenen zu greifen beginnt. Die Qualifikation der Führungskräfte im Verein und insbesondere die der Übungsleiterinnen und Übungsleiter und deren soziale und fachliche Kompetenz nehmen dabei den ersten Rang ein. Sie benötigen die Unterstützung von Sport und Politik.

 

Am Samstagnachmittag hieß es dann Szenenwechsel und auf zum sportlichen Erlebnispark auf dem Campus der Bochumer Universität: Das Trendsportfestival "STAP" (Sport, Trend, Action, Party) stand an. Unter dem Motto "Test the Areas" boten Sportverbände, die Fakultät für Sportwissenschaft, Anbieter aus der Jugendsportszene Spannendes, Außergewöhnliches und Alltägliches. 1500 Besucher ließen sich zusätzlich motivieren, die zahlreichen Mitmachangebote auszuprobieren.

 

Den Abschluss bildeten Live-Konzerte und eine After-Sport-Party.

 

Dass selbst bei Kongressen auf die Bedürfnisse von Jugendlichen eingegangen wird, ist definitiv eine Neuheit!

 

© LandesSportBund Nordrhein-Westfalen am 01.10.2002