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Gesundheit, Fitness, Wellness - dies sind Schlagwörter einer immer stärker werdenden Bewegung hin zur bewussten Lebensgestaltung. Der Trend - wenn man ihn nach all den Jahren so noch bezeichnen kann - umfasst viele Bereiche, die wir auf dieser Seite beleuchten.
Laufen
Laufen als natürlichste Form der Fortbewegung beugt diesen Krankheiten vor. Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, hat positive Auswirkungen auf das Immunsystem, ist ein idealer Sport für die Bewältigung von Stress und eine gute Unterstützung für den Abbau von Fettpolstern. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich Laufen zu einem Volkssport für jedermann entwickelt hat. Die Zahl der Marathonteilnehmer steigt ständig und die Sportgeschäfte, die sich auf Artikel rund um`s Laufen spezialisiert haben, erleben einen großen Zulauf. Tipps für Einsteiger
DehnübungenEntscheidend hierbei ist, dass Sie sanft dehnen und nicht abrupt die Endposition der Dehnübung erreichen. Es empfiehlt sich eine Dehnung von 15-20 Sekunden, wobei eine zweimalige Wiederholung ratsam erscheint. Achten Sie auf eine ruhige Atmung. Dehnübungen mit Fotos und Texten (hier klicken)Laufen Sie am Anfang nur für kurze Zeit (max. 5 Minuten) und hören Sie auf Ihren Körper. Wenn Sie zwischendurch keine Luft mehr bekommen, versuchen Sie es doch mit Walking und laufen dann - wenn es Ihr Körper wieder zulässt - weiter. Steigern Sie Ihr Laufpensum von Zeit zu Zeit weiter. Hier sollten Sie wieder in sich hineinhorchen (zuviel Ehrgeiz schadet hierbei nur, denn bei schnellerem Laufen übersäuert der Muskel), je nach Konstitution und Verfassung sind Steigerungen individuell möglich. Grundsätzlich gilt: Ihr Tempo ist dann angemessen, wenn Sie sich beim Laufen ohne große Mühe unterhalten können. Wer seine Fettpolster abbauen möchte, sollte langsam und länger laufen. Bei erhöhter Intensität werden lediglich die Kohlenhydratvorräte aufgebraucht. Für eine gute Laufhaltung sollten die Schultern entspannt sein, der Blick ist nach vorn gerichtet, die Arme schwingen locker mit. Folgende Richtwerte gelten für die optimale Belastung: 180 minus Lebensalter plus/minus 10 Schläge, wobei über die Messung des Laktatwertes (Milchsäurespiegel im Blut) eine genaue dem individuellen körperlichen Zustand des Einzelnen optimale Herzfrequenz berechnet werden kann. Als Hilfsmittel dienen elektronische Pulsmessgeräte. Nach dem Laufen sollten Sie wieder Ihre Muskulatur dehnen! Und noch eins: wenn Sie am Anfang und vielleicht auch später, Mühe haben, sich aufzuraffen und zu laufen, so sollten Sie daran denken, dass man sich nach dem Training erholt und frisch fühlt und wieder neue Energie für andere Aufgaben getankt hat. Und vielleicht sind die Lauftreffs in Gelsenkirchen ein guter Einstieg und weitere Motivation, dabei zu bleiben. Hier die Ansprechpartner der Lauftreffs: Adressen
Halten Sie sich fit!Wir alle kennen ihn nur zu gut - den täglichen Stress im Beruf! So ist es nicht verwunderlich, wenn die sportliche Betätigung zu kurz kommt. Angesichts der Entstehungsgeschichte des Menschen als Sammler und Jäger ist regelmäßige Bewegung allerdings eine wichtige Voraussetzung für Körper und Geist. So hat körperliche Bewegung positive Auswirkungen auf die Psyche, erhöht die Lebensqualität von Menschen mit chronischen Krankheiten und Beeinträchtigungen. Sportliche Betätigung in Gruppen und Vereinen trägt zu sozialer Integration bei und hat bei Kindern und Jugendlichen vielfältige positive Effekte für die Entwicklung. Im Alter gilt es, die körperliche und geistige Mobilität zu erhalten und hierfür gezielte Maßnahmen einzusetzen (so die Bundesvereinigung für Gesundheit e. V. anlässlich des Weltgesundheitstages 2002 "Gesund leben - in Bewegung bleiben") Wir wollen Sie dazu bewegen, Sport zu treiben, sei es im Verein, in der Gruppe oder auch allein. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen einige Sportarten und einige Übungen vor, die Sie ganz leicht in Ihren Tagesablauf einplanen können. Übungen die fit machenAufwärmübungenÜbungen zum Aufwärmen sind für viele Sportler oftmals eine lästige Pflichtübung. Dennoch haben sie eine besondere Funktion: sie sollen eine optimale Leistungsbereitschaft herstellen und dienen zudem der Vorbeugung von Verletzungen.
Weitere leichte Übungen, mit denen Sie ganz einfach locker, entspannt und fit werden, finden Sie unter www.aok.de/wl.
StretchingStretchingübungen haben das Ziel, Sportverletzungen vorzubeugen, die Muskulatur auf die Belastung im Sport vorzubereiten bzw. als Ausklang des Trainings dem Körper eine physische und psychische Erholung zu verschaffen. Sie können aber auch als eigenständiges Trainingsprogramm durchgeführt werden. Dehnübungen haben noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Durch das ruhige Hineingleiten in die Dehnung und das Halten der Stellung für 15 Sekunden stellt sich auch eine gewisse Entspannung ein. Hier nun einige Tipps zum Stretching:
KräftigungsübungenKräftigungsübungen dienen der Stabilisation der Rumpfmuskulatur und gleichen etwaige Defizite bei Sportarten, die nur einseitig bestimmte Muskelgruppen trainieren (bspw. bei Läufern), aus. Ihr Körper wird somit insgesamt leistungsfähiger.
Im Trend des Walking: Nordic Walking- Ganzkörpertraining mit Stöcken -von Volker Schröder/Ullrich Tischbier
Man schaut schon zweimal hin, wenn mitten im Sommer auf den heimischen Wanderwegen eine Gruppe mit vermeintlichen "Skistöcken" auftaucht. HistorieNordic Walking ins Deutsche mit ´Nordisches Walking' übersetzt, liefert noch keine eindeutige Erklärung. Erst die gedankliche Parallele zum Skilanglauf mit einem ähnlichen Bewegungsmuster, gibt einen Hinweis auf ein Walken mit Stöcken. Erstmals 1992 in amerikanische Studien beschrieben, hat sich Nordic Walking seit 1997 als Volksbewegung in Finnland auf Skandinavien weiter ausgebreitet. Im deutschsprachigen Raum sind es vor allem Laufgruppen und Vereine, die Nordic Walking in ihr Programm aufnehmen. MaterialWer sich für Nordic Walking interessiert, benötigt die eigens für diese Sportart entwickelten Stöcke. Aus Glas- und Kohlefaser gedreht, verhindern sie die sonst bei Metallstöcken üblichen Schwingungen. Diese sollen aber auf die Gelenke erst gar nicht übertragen werden. Das spezielle Material nimmt diese Stöße auf, was sich in der Vibration des mittleren Stockabschnittes optisch gut nachvollziehen läßt. Die Stocklänge beträgt ca. 70 % der Körpergröße. Beträgt diese z.B. 175 cm, ergibt sich rechnerisch eine Länge von 122,5 cm. Diese ist dennoch sehr individuell. So kann sowohl der 120er- als auch oder 125er-Stock der persönlich Richtige sein.
Am oberen Ende des Stocks befinden sich eine spezielle Schlaufe (Handschuh), die für den Daumen eine eigene Öffnung hat und sinnvollerweise mit einer Rechts- und Linksmarkierung versehen sind. Ein Klettverschluß auf der Handrückenseite ermöglicht eine individuelle Einstellung der Schlaufe. Technik
Im Unterschied zu anderen Stöcken, wird der Nordic Walking - Stock lediglich mit Daumen und Zeigefinger gehalten und über die Handkante geführt. Dadurch ist ein ermüdungsfreies Walken über einen längeren Zeitraum möglich, ohne Vorbelastung der Armmuskulatur. Die Grifftechnik variiert allerdings mit den Anforderungen der Trainingsstrecke. Der Anfänger neigt reflexartig zum Klammergriff der Hand, was auf ebenen bis leicht geneigten Strecken gar nicht erforderlich ist; bei richtiger Stockführung sogar eher hinderlich. Auf stark geneigten Strecken oder im bewegten Gelände ist der Klammergriff aus Stabilitäts- und Sicherheitsgründen allerdings ein Muss.
Anfänger - sofern sie keine Skilangläufer sind - lassen die Stöcke zunächst hinter sich schleifen und gehen dann langsam in die gegengleiche Armbewegung über. Die Hand wird mit dem Stock weit bis hinter das Gesäß geführt. Ist die Stockspitze im Boden, erfolgt nun der Vorwärtsschub durch das Abdrücken über die Handkante. So kompliziert sich das anhören mag; die Technik ist schnell gelernt und ermöglicht einen geschlossenen Bewegungsablauf. Gesundheitliche AspekteNordic Walking ist für ältere Personen, Übergewichtige, Wiedereinsteiger nach längerer Pause oder im Zuge von Rehamaßnahmen eine ideale Sportart. Durch das zusätzliche Abstützen mit den Stöcken (Vierfüßlergang) erfolgt über das Walking hinaus eine weitere Gewichtsentlastung der Gelenke. Die Armbewegungen intensivieren die Atemtätigkeit und stärken die Schulter-, Brust und Armmuskulatur. Als Allwetter-Sportart darf die Bewegung an frischer Luft ohne Leistungsdruck nicht unerwähnt bleiben. LauftechnikenFür diejenigen, die nicht joggen, denen aber Walking zu wenig ist, stellt das Nordic Walking ein effektives Ganzkörpertraining dar. Die Steigerung der Intensität erfolgt über die verschiedenen Lauftechniken: Jogging mit Stöcken, lange/kurze Schritte am Hang, Schritt- und Umsteigesprünge im Intervalltraining, Überholmanöver. Nordic Walking in der GruppeDie Stöcke kommen auch beim warm up und cool down zum Einsatz. Für Sportgruppen eröffnen sich damit im freien Gelände völlig neue Perspektiven. Krafttraining partnerschaftlich durchgeführt stärkt die Gruppe und zeigt das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten der Nordic Walking - Stöcke. Tandem-Walking, überholen in der Gruppe und Stationsübungen geben dem Übungsleiter interessante Gestaltungsmöglichkeiten des Walking -Treffs an die Hand. Volker Schröder / Ullrich Tischbier Das private Reha-Center "Comeback Prävention", Husemannstrasse, Gelsenkirchen Tel: 02 09 - 14 78 52 0 bietet ebenfalls Informationen zum Thema Nordic Walking an. Stretching in der Diskussion
Überflüssig oder doch wichtig? Eine vom Ausschuss "Sport und Gesundheit" im LandesSportBund veranlasste Stellungnahme zweier Sportmediziner gibt Antworten
Die Wochenzeitschrift "Spiegel" hat mit ihrem Bericht "Überflüssiges Stretchen" eine Lawine losgetreten. Der Spiegel zitiert mehrere Studien, die belegen sollen, dass "das allseits empfohlene Stretchen des Körpers bei der Leibesertüchtigung offenkundig für die Katz ist." Sportlehrer, Trainer, Übungsleiter sind verunsichert. Aus diesem Grund hat sich der Ausschuss "Sport und Gesundheit" im LandesSportBund Nordrhein-Westfalen des Themas angenommen. Das Ausschussmitglied Dr. med. Ernst Jakob vom Sportkrankenhaus Hellersen hat mit seinem Mitarbeiter Dr. med. A. Verdonck eine erste Stellungnahme erarbeitet.
Stellungnahme von Dr. E. Jakob, A. Verdonck Abt. Sportmedizin, Sportkrankenhaus Hellersen: Veröffentlichungen in anerkannten medizinischen Fachzeitschriften weisen auf die Ineffektivität von Stretching als wirkungsvolle Maßnahme zur Verletzungsprophylaxe der Muskulatur hin (Herbert RD: BMJ 325:468-72, 2002, Yeung EW: BJSM 35: 383-9, 2001, Pope RP: MSSE 32:271-7, 2000). Wir alle kennen aber die Bilder der stretchenden Sportler vor oder auch nach dem Wettkampf. Vor Belastungen scheint Stretching nicht angezeigt, um eine Reduktion der Verletzungsanfälligkeit zu erreichen. Es sollte das aktive Aufwärmen (Warm-up) als entscheidende präventive Maßnahme angesehen werden, um eine optimale Muskelfunktion zu gewährleisten und dadurch auch eine Verletzungsreduktion zu erreichen. Gerade in Sportarten mit hoher Bewegungsamplitude sind Beweglichkeitsübungen im Wechsel mit Anspannungsübungen zum Erhalt des Muskeltonus sinnvoll (Turnen, Schnellkraftdisziplinen), Stretching würde zur Herabsetzung des Tonus der Muskulatur führen und so möglicherweise sogar zur Leistungseinschränkung. Stretching verbessert auch die Beweglichkeit nicht anhaltend, mögliche Verlängerungen eines Muskels als Voraussetzung einer verbesserten Beweglichkeit sind zeitlich nur von kurzer Dauer. Nur ein Beweglichkeitstraining wird zu einer nachhaltigen Verbesserung der Beweglichkeit führen. Stretching nach körperlicher Belastung erscheint erfahrungsgemäß sinnvoll, wenn auch wiederum wissenschaftlich nicht belegt. Die bisherigen Arbeiten beziehen sich meistens auf Stretching vor Belastung, berücksichtigen meist jüngere und überwiegend auch männliche Sportler. Kräftigung der Muskulatur
Die Muskulatur als größtes Organ des menschlichen Körpers nimmt mit dem Alter an Masse und Kraft deutlich ab und übt somit die stabilisierende Funktion nicht mehr ausreichend aus (z.B. abgeschwächte Kraft der Rückenmuskulatur kann zu Rückenbeschwerden führen). Die Muskelkraft ist jedoch bis ins hohe Alter trainierbar. Durch Kräftigung können Beschwerden gebessert oder durch rechtzeitiges präventives Krafttraining sogar verhindert werden (z.B. Rückenschule). Beim Jugendlichen und Erwachsenen, auch beim Leistungssportler, können sogenannte Muskeldysbalancen (Ungleichgewicht der Kraft von Antagonist und Agonist) bestehen, die für Beschwerden und Verletzungen der Muskulatur verantwortlich sein können. Die Muskelkräftigung (sog. Antagonistentraining) kann die entscheidende Therapiemaßnahme sein.
Aufwärmen, Beweglichkeitstraining, Stretching und Muskelkräftigung gelten als Maßnahmen der Muskelpflege, um die Muskulatur leistungsfähig zu erhalten und Beschwerden sowie Verletzungen zu verhindern. Stretching per se als alleinige Verletzungsprophylaxe anzusehen, kann sicherlich als falsch angesehen werden. Vor Belastungen kommen dem Aufwärmen und Beweglichkeitstraining die entscheidende Bedeutung zu. Wiederholtes Stretching nach körperlicher Belastung betrachten wir nach wie vor als sinnvoll. © LandesSportBund Nordrhein-Westfalen am 06.11.2002 |
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