Sportjugend - Aktuelles

 

 

 

 

Sportjugend Gelsenkirchen belegt den 8. Platz bei der Ruhrolympiade 2009 im Kreis Unna

 

 

Ein wirklich toller Erfolg für die Sportjugend Gelsenkirchen - der achte Platz mit 252 Punkten ist ein "historisches" Ergebnis -das gab seit Einführung der "neuen Ruhrolympiade" im Jahre 1994 nicht. Wir freuen uns über die insgesamt 5 Medaillen: fing es doch schon gut an mit unseren Sportkeglern am Sonntag, die den 1. Platz belegten, so wurde die zweite Goldmedaille am Samstag im Billard "eingefahren" .
 
Auch die Leistungen im Hockey waren Spitze - die Mädchen waren erst das zweite Mal bei einer Ruhrolympiade dabei - und belegten dabei den 2. Platz gegen das Team aus Essen (1:2). Aber auch die Jungen schlugen sich tapfer: 14 Punkte waren die Ausbeute! Die Sportschützen belgten den undankbaren 4. Platz, der der Stadt 14 Punkte für die Wertung gebracht  hat. Leider fanden auch die Landesmeisterschaften statt, so dass uns 2 Leistungsträger fehlten, für die wir aber relativ guten Ersatz hatten. Einer der Schützen hatte gestern Marathon-Tag, er hat morgens Landesmeisterschaft geschossen und von da aus ist er direkt weiter zur RO.
 
Rein rechnerisch gesehen wären wir mindestens 2. gewesen, wenn uns die beiden fehlenden Schützen, die zur selben Zeit ihre Landesmeisterschaft in Dortmund schießen mussten, verstärkt hätten, so Tim Asbrock von der Fachschaft Sportschießen.
 
Beachtlich schlugen sich auch die Fußballer mit 7 und 13 Punkten sowie die männlichen Basketballer die stolze 14 Punkte errangen. Ein Wort noch zum Trampolin: in der letzten Minute noch auf den Ruhrolympiade-Zug gesprungen brachte dies beim Wettkampf immerhin 8 Punkte - letztlich der entscheidende Vorsprung vor dem Ennepe-Ruhr-Kreis, der mit 249 Punkten den 9. Platz belegte.
 
Insgesamt also eine tolle Ruhrolympiade für Gelsenkirchen - jetzt geht es darum, diesen Platz im nächsten Jahr zu verteidigen.
 
Hier noch einige Impressionen unserer Sportschützen, vom Badminton-und weiblichem Fußballteam sowie unseren Turnerinnen:
 
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Neuer Vorstand der Sportjugend Gelsenkirchen


Beim Jugendtag der Sportjugend Gelsenkirchen 2007  standen u. a. Wahlen auf der Tagesordnung. Zum 1. Vorsitzenden wählten die Delegierten einstimmig Christian Tabel, der bereits seit 9 Jahren dem nun 9-köpfigen Vorstand vorsteht. Seine Stellvertreterin ist weiterhin Regina Sobolewski-Hader.

 

Dem neuen Jugendausschuss - sicherlich einer der jüngsten in NRW - gehören des weiteren Christian Vahle (Jugendvertreter), Yvonne Tomczyk, André Hundt, Daniel Strelow, Katharina Galert an (alle als Beisitzer) an.

 

Schwerpunkte der Arbeit für die nächsten drei Jahre sollen insbesondere Projekte sein, die mit Blick auf die Übergewichtigkeit von Kindern und Jugendlichen die Bewegungsförderung und gesunde Ernährung fördern sollen. Kooperationen mit Vereinen ergänzen diese Projekte - so zum Beispiel das wieder im Juni stattfindende Streetbasketball-Turnier auf dem Schulhof der Gesamtschule Berger Feld gemeinsam mit dem SC Buer-Hassel 1919 e.V. Abteilung Basektball.

 

 

Projekte in 2008

 

spin - sport interkulturell

Das Projekt wird von der Sportjugend im LandesSportBund Nordrhein-Westfalen e.V. und der Stiftung Mercator initiiert. „spin“ richtet sich an die Zielgruppe der Mädchen und jungen Frauen im Alter von 10 bis 18 Jahren mit Zuwanderungsgeschichte.

Ziel ist es, diese für den Vereinsport zu begeistern und damit auch die zukünftige Mitgliederbasis der Vereine zu sichern. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der nachhaltige Aufbau von ehrenamtlichen Strukturen und eine interkulturelle Öffnung von Sportvereinen über ein System der Multiplikatorinnenausbildung. Das Projekt begleitet Vereine in ihrer Funktion als Orte stadtteilbezogener Integration. Unterstützt wird es vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

„spin“ wird zurzeit in vier Städten: Essen, Duisburg, Oberhausen und Gelsenkirchen in Zusammenarbeit mit den örtliche Sportjugenden umgesetzt. Weitere Städte im Ruhrgebiet sollen in den nächsten vier Jahren folgen.

Weitere Ziele des Projektes:

o       Die Förderung der Akzeptanz unterschiedlicher Kulturen.

o       Übungsleiterinnen für das Projekt zu gewinnen, da sie sich besonders gut in die Situation der Teilnehmerinnen einfühlen  können. Durch ihre Mitarbeit wird ein enger Kontakt zu den Familien der Mädchen hergestellt, somit Hemmschwellen abgebaut und Vertrauen gestärkt.

o       Langfristiges Ziel am Ende des Projektes ist es, dass die Sportvereine eine Mitglieder- bzw. Mitarbeiterstruktur aufweisen, die der demografischen Verteilung von Zugewanderten und Einheimischen im Ruhrgebiet entsprechen.

„spin“ in Gelsenkirchen:

Im Jahr 2008 wurde mit vier Vereinen kooperiert.

CSG Bulmke e.V.

TC Gelsenkirchen e.V. in Kooperation mit dem Grillo-Gymnasium

SV Horst Emscher 08 e.V.

SC Hassel e.V.

2008 wurden auch mit den Vereinen YEG Hassel e.V. und Rad-Club Buer/Westerholt e.V. bezüglich einer Zusammenarbeit Gespräche geführt.

-       Verschiedene Sport- und Freizeitangebote wie: Aerobic, Basketball, Volleyball, Freizeit- und Ferienaktionen sowie Workshops wurden durchgeführt.

-    Am 01. November 08 ist eine Übungsleiter-C Ausbildung mit 23 Teilnehmerinnen gestartet und wird im April 2009 abgeschlossen.

Die Zielgruppe des Projekts konnte bislang in hohem Maße durch die Angebote erreicht und für eine aktive Beteiligung gewonnen werden.

Die Koordinierungsstelle „Sport im Ganztag“

Ausgangssituation

Vor dem Hintergrund der PISA-Studie hat die Landesregierung NRW mit dem Schuljahr 2003/ 2004 mit der Einführung der „offenen Ganztagsschulen“ begonnen. Sie ist eine zeitgemäße Antwort auf familien-, sozial- und bildungspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Ziel ist die Verbesserung von Bildungsqualität und Chancengleichheit, sowie die Förderung leistungsstarker ebenso wie benachteiligter Kinder. Sie verändert den Alltag in unseren Schulen positiv und entlastet Familien, für die es möglich wird, Beruf und Kinder besser miteinander zu verbinden als bisher.

BeSS- Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag

Vor dem Hintergrund der Zunahme von Bewegungsmängeln und -auffälligkeiten und Übergewicht bei Kindern ist die Koordinierungsstelle bestrebt, möglichst regelmäßige (mindestens zwei bis drei Zeitstunden pro Woche) und vielfältige Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote als feste Größe im Nachmittagsbereich u. a. zur Reduzierung von Bewegungsmängeln und -schwächen zu etablieren.

Bewegungsmängel und -schwächen führen zu Defiziten in der Entwicklung junger Menschen, die nicht auf die körperliche Leistungsfähigkeit allein beschränkt bleiben. Regelmäßige, BeSS-Angebote beeinflussen die kognitive, emotionale, soziale und motorische Entwicklung der Kinder nachhaltig positiv und führen auch im außersportlichen Bereich zu deutlichen Kompetenzgewinnen. Möglichst vielfältige Bewegungserfahrungen sind daher in den Gesamtablauf der offenen Ganztagsgrundschule so zu integrieren, dass möglichst jedes Kind seine sportlichen und motorischen Fähigkeiten entdecken, erfahren und entfalten kann.

Die Aufgaben der Koordinierungsstelle 2008:

·       Information von interessierten Sportvereinen, Übungsleitern, Schulen und Freien Trägern.

·       Schaffung einer besseren Vernetzung und Zusammenarbeit der Partner vor Ort.

·       Absprachen/ Arbeitskreis-Sitzungen mit den Freien Trägern, der Stabsstelle OGS der Stadt Gelsenkirchen sowie der Sportjugend des  LandesSportBundes zur Weiterentwicklung der Handlungsempfehlungen für den Sport im offenen Ganztagsbereich.

·       Anregen und Initiieren von weiteren Kooperationen zwischen Sportvereinen und OGS- Schulen. Durch die Vorstellung des schwer mobil Projektes  auf der Schulleiter Dienstbesprechung konnten die Grundschulleiter für das Thema sensibilisiert werden. Gleich 14 Schulleiter meldeten Interesse an, sich aktiv am Projekt zu beteiligen. An drei OGS- Schulen wird das Projekt nun von den Projektvereinen umgesetzt.

·       Vermittlung von geeigneten und qualitativ hochwertigen Sportangeboten und Übungsleitern in die OGS.

·       Aufbau und die „Pflege“ der Übungsleiterbörse, mit über 30 Interessenten in den verschiedensten Sportarten wie Ballspiele, Bewegungs-Förder-Unterricht, Selbstverteidigung oder Schwimmen.

Die Koordinierungsstelle „schwer mobil“

Ausgangssituation

Über die Hälfte der Deutschen ist heute übergewichtig. Besonders besorgniserregend ist die steigende Zahl der übergewichtigen Kinder. Mittlerweile fast jedes fünfte Kind ist betroffen. Die häufigste Ursache sind Bewegungsmangel und Fehlernährung. Heute haben Kinder weniger Möglichkeiten draußen herumzutollen und sich vielfältig zu bewegen. Es zeigt sich ein klarer Zusammenhang zwischen erhöhtem Fernsehkonsum und Übergewicht. Viele Kinder werden ohne ausreichende Bewegungsmöglichkeiten (z.B. auf Spielplätzen) unbeweglicher, ermüden schneller und legen überflüssige Pfunde zu.

Bewegung und Ernährung

schwer mobil ist ein gemeinsames Projekt der Sportjugend im LandesSportbund Nordrhein-Westfalen e.V., des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW, des Landesverbandes der Betriebskrankenkassen NRW und der Gmünder Ersatzkasse zur Förderung von übergewichtigen Mädchen und Jungen in Sportvereinen.

Ziel ist es, die Kinder durch das Angebot anzuregen, ihre eigene Einstellung zu Bewegung und Ernährung zu verändern und ihre Eltern zu motivieren, diesen Prozess positiv zu unterstützen. Den Kindern soll ein Bewegungsspielraum geboten werden, der Zeit und Raum lässt, Freude an der eigenen Bewegung und am gemeinsamen Handeln in der Gruppe zu erleben und helfen, neues Selbstvertrauen zu entwickeln und eigenen Stärken zu erfahren. Die individuellen körperlichen und motorischen Voraussetzungen der Kinder sollen dabei besonders berücksichtigt werden. Zum Ende des Kurses ist eine gemeinsame Bewegungsaktion für die Kinder und ihre Eltern geplant.

Den zweiten Schwerpunkt des Projektes bildet die gesunde Ernährung. So finden direkt im Anschluss an das Sportangebot erlebnisreiche Ernährungs- und Kochnachmittage für die Kinder statt. Regelmäßige Gespräche mit den Bewegungs- und Ernährungsexperten sowie einem psychologischen Berater sind für die Eltern obligatorisch, da sie mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Des weitern ist eine gemeinsame Kochaktion für die Kinder und Ihre Eltern vorgesehen.

Kostenlose Angebote bei Gelsensport

Besonders erfreulich ist, dass das Projekt 2008 in Gelsenkirchen und Herten-Westerholt kostenfrei angeboten werden konnte. Dank der Unterstützung und Sponsoring-Leistungen der Sportjugend des LandesSportBundes NRW sowie der Techniker Krankenkasse Gelsenkirchen können gerade sozial schwache Familien von dem neuen Modell-Projekt profitieren.

Über ein Jahr lang- von Oktober 2008 bis zu den Sommerferien 2009- organisieren fünf Sportvereine ein umfangreiches Programm, mit viel Bewegung, gesunder Ernährung und Aktionstagen.

Die Angebote des Box-Club Gelsenkirchen-Erle 49 und des Judoclubs Bushido Westerholt stehen allen interessierten Kindern und Eltern offen. Drei Sportvereine, die Erler Sportgemeinschaft, der Polizeisportverein Gelsenkirchen (Abteilung Judo) sowie der Turnverein Germania Hüllen, betreuen über ein Jahr lang die übergewichtigen Kinder im offenen Ganztag (KGS Im Emscherbruch, GGS Wanner Straße, GGS Albert-Schweitzer-Straße).

Bewegungs-Förder-Unterricht im Rahmen des Projektes „Kinder mit mangelnden Bewegungserfahrungen“ (KmmB) - ein Projekt von Gelsensport und dem Referat Gesundheit

Ausgangssituation

Immer mehr Kinder zeigen bereits im Grundschulalter Bewegungs- und Haltungsmängel und Verhaltensauffälligkeiten. Dabei sind vielfältige Bewegungserfahrungen besonders wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung. Eine lebenswerte Umwelt für Kinder bietet Platz zum Spielen und Toben, Klettern, Rennen, Spielen aber auch zum Erholen.

Leider haben in den letzten 20 Jahren die Bewegungsmöglichkeiten und Bewegungsanreize in unserer Gesellschaft stark abgenommen. Die Anzahl der Kinder mit Bewegungsmängeln ist deutlich gestiegen. Überall gibt es Kinder, die nicht springen, balancieren, herum tollen können, die unbeweglicher sind, früher ermüden oder solche, die unausgeglichen sind und gar nicht spielen wollen.

Der Bewegungs-Förder-Unterricht

Ziel des Bewegungs-Förder-Unterrichts ist es, die Wahrnehmung, Bewegungsentwicklung und das kindliche Bewegungsverhalten zu fördern. Die Kinder sollen zum Selbst-Erleben, Selber-Machen, Wahrnehmen, Erleben und Verstehen angeregt werden.

Ansatzpunkt der Förderung sind dabei nicht die Schwächen, Defizite und Auffälligkeiten des Kindes, sondern dessen Stärken, Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben. Entsprechend ihrer Bedürfnisse und Interessen sollen die Kinder ein gesundheitsförderndes, Erfolgserlebnisse garantierendes und attraktives Angebot erhalten, welches ihr Wohlbefinden und ihre Identitätsfindung und damit ihre Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.

Verschiedenste Alltags-, Spiel- und Übungsmaterialien kombiniert mit Klein-, Hand- und Großgeräten (Rollbretter, Bälle, Seile, Balance-Igel, Hüpfbälle, Kriechtunnel, Pedalos, Bewegungsbaustellen, etc.) eröffnen den Kindern eine Bewegungswelt, die alle Sinne anspricht. Die Kinder sammeln neue Erfahrungen, ohne dass die Verwendungs- und Spielmöglichkeiten starr vorgegeben sind.

Der Bewegungs-Förder-Unterricht ist besonders sinnvoll für ängstliche oder „misserfolgsgewöhnte“ Kinder (z.B. stark Übergewichtige), Kinder die wenig oder gar keinen Spaß an der Bewegung haben oder Bewegungs-, Wahrnehmungs- oder Verhaltensauffälligkeiten (z.B. ADS/ ADHS- Symptomatik) zeigen.

Erfolge

Zu Beginn jeden Schuljahres wird ein motorischer Eingangstest mit allen Erstklässlern durchgeführt. Übungen wie Balancieren, Einbeinstand und Ball Dribbeln werden durch die Sportlehrerin beurteilt. Am Ende des Schuljahres wird der Test wiederholt. Nach der Auswertung der Ausgangstests kann gesagt werden, dass sich ca. 80 % der Kinder in ihrem individuellen Bewegungsverhalten gegenüber dem Einstiegstest (deutlich) verbessert haben. Als Erfolg ist ebenfalls zu verbuchen, dass einige der Kinder nach Beendigung des Sport-Förder-Unterrichts einem Sportverein beitreten.

An folgenden Schulen bzw. Kindergärten fand 2008 eine Förderung statt:

·         Antoniusschule, städt. Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen

·         AWO Kindergarten an der Brückenstraße

·         Grundschule Gecksheide, städt. Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache

·         Ev. Martin-Luther-Grundschule an der Fürstinnenstraße

Zu Beginn des Schuljahres 2008/ 2009 wurden zusätzlich zu den bestehenden Schulen weitere Tests nach dem neuen MoMo Testmanual (nach Prof. Dr. Bös) an folgenden Schulen durchgeführt:

·         Grundschule Im Brömm

·         Gutenbergschule

·         Astrid-Lindgren-Schule

·         Grundschule am Dörmannsweg

·         GGS Velsenstr.

Fortbildungen

2008 konnte Gelsensport gleich zwei Fortbildungen in enger Kooperation mit dem Referat für Gesundheit - Frau Dr. Portegys - anbieten. Unter dem Motto „Zeigt her eure Füße“ und „Augen auf- Hände hoch“ konnten die Referentinnen die Erzieherinnen der städtischen Kindertageseinrichtungen mit theoretischen Hintergründen und neuen Spiel- und Übungsideen für die Praxis begeistern.

Jugendfördermittel 2009

 

Wir möchten Sie auf die Möglichkeit der Beantragung von Mitteln zur Förderung der Jugendarbeit in den Sportvereinen aufmerksam machen.

 

Der Antrag auf Gewährung von Fördermitteln für Maßnahmen in den Jugendabteilungen (so zum Beispiel Sportveranstaltungen (Turniere/Trainingslager) mit einem nachweisbaren außersportlichen Freizeitanteil; Jugendfreizeiten; Fortbildungsveranstaltungen in Eigenverantwortung der Vereine (z. B. über Drogen- und Gewaltproblematik, Aktivitäten für Schulabgänger etc.), die diesen ausschließlich zugute kommen sollen, muss spätestens bis zum 30. August 2009  formlos bei der Sportjugend Gelsenkirchen eingegangen sein, um berücksichtigt werden zu können. In besonderen Fällen (modellhafte Projekte in Kooperation mit der Sportjugend Gelsenkirchen zur Erschließung neuer Zielgruppen) kann der Jugendausschuss den Zuschuss entsprechend erhöhen.

 

Der Antrag muss eine kurze Beschreibung der durchgeführten Maßnahme(n), den Durchführungstermin, die Anzahl der Teilnehmer, die voraussichtlichen Kosten sowie die Bankverbindung enthalten.

Über zahlreiche Anträge wurden wir uns freuen.

 

Ruhrolympiade 2009 im Kreis Unna

Die diesjährige Ruhrolympiade 2009 findet im Kreis Unna statt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.ruhrolympiade.de.  

 

 

Jugendferienwerk mit KINDER-NOTFALL-AUSWEIS


Zwei Millionen Kinder sind jährlich in Unfälle verwickelt. Rettungsdienste können mit Hilfe des KINDER-NOTFALL-AUSWEISES schnelle Hilfe leisten und Leben retten. Alle erforderlichen persönlichen und medizinischen Daten sind für Rettungsdienste mit einem Blick zu erkennen; integriert ist ein Fahrrad-Pass. Das Jugendferienwerk des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen hat allen Teilnehmer/innen an den Jugendfreizeiten einen solchen KINDER-NOTFALL-AUSWEIS als zusätzlichen Service mit ins Reisegepäck gelegt. Möglich wurde dies dank der Zusammenarbeit mit dem deutschen Kinder-Unfall-Schutz e.V. und der Gmünder Ersatzkasse.

Wer zusätzlich noch einen KINDER-NOTFALL-AUSWEIS benötigt, kann diesen beim Jugendferienwerk anfordern: e-Mail: jupp.hahnrath@lsb-nrw.de oder telefonisch 0203/7381-811.

 

 

 


Im Sportverein fürs Leben lernen?

Was Jugendliche vom Verein erwarten - Teil 1

Welche Erwartungen haben Jugendliche an die Vereine?Dieser Fragestellung ging eine wissenschaftliche Studie nach, die im Rahmen der Qualitätsoffensive "Jugendarbeit im Sportverein" (Wir im Sport, Oktoberausgabe) durchgeführt wurde. Befragt wurden die Teilnehmer/innen des Jugendcamps: Mädchen und Jungen im Alter von 14-16 Jahren. In dieser und der folgende Ausgabe veröffentlichen wir Ergebnisse dieser Studie. Die Untersuchung gibt Verantwortlichen in den Vereinen gute Hinweise, welche Angebote für die Jugendlichen attraktiv sind.

Von Dr. Nils Neuber, Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum


Fragt man Jugendliche, was sie im Sportverein suchen, erhält man oft Antworten, die das momentane Erleben in der Gegenwart betreffen. Spaß haben, nette Leute treffen, sportliche Erfolge erleben - das sind Wünsche von Jugendlichen an den Verein. Aus der Sicht von Erwachsenen wird dagegen oft nach der Zukunft der Mädchen und Jungen gefragt. In dieser Perspektive interessiert eher, was Jugendliche im Sportverein lernen können.
Anstrengungsbereitschaft, Selbstvertrauen oder soziale Kompetenzen - das sind Fähigkeiten, die der Sportverein mit der Zeit vermitteln soll. Uns interessierten beide Seiten: Das Erleben und das Lernen, die Gegenwartsund die Zukunftsperspektive.
Dabei wollten wir nicht die Ansprüche von Erwachsenen untersuchen, sondern die Perspektive der Jugendlichen selbst unter die Lupe nehmen: Was ist Euch in Eurer Freizeit wichtig? Was davon sollte der Sportverein bieten? Und was bietet er Eurer Meinung nach tatsächlich?

Die Untersuchung hat zwei Schwerpunkte. Der eine Teil erfasst gegenwartsorientierte Entfaltungsbedürfnisse von Jugendlichen in den Bereichen Action und Fun (z.B. "mal richtig draufhaun" oder "flirten, baggern, abchecken"), Kontakt und Entspannung (z.B. "gute Gespräche führen" oder "etwas ohne Druck und Bewertung machen") sowie Körper und Erfolg (z.B. "meinen Körper formen" oder "mich mit anderen vergleichen").
Der zweite Teil erfasst zukunftsgerichtete Entwicklungsaufgaben (wie z.B. "unabhängig von meinen Eltern werden" oder "wissen, wer ich bin und was ich will"). Im Rahmen der Untersuchung wurden 214 Mädchen und Jungen aus allen Schulformen und Siedlungsregionen befragt. Davon waren 113 Mitglied in einem Sportverein und 101 Nichtmitglieder.
Insgesamt ist die Stichprobe nicht repräsentativ, auf Grund ihrer ausgewogenen Zusammensetzung lassen sich jedoch Trends ableiten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch allgemeine Gültigkeit besitzen.

Körper und Erfolg

Im Hinblick auf ihre gegenwartsbezogenen Entfaltungsbedürfnisse wurden die Jugendlichen zunächst gefragt, was ihnen in ihrer Freizeit generell wichtig ist. Der Bereich Kontakt und Entspannung liegt dabei klar vor Körper und Erfolg, gefolgt von Action und Fun. Auf die Frage, was davon ihnen der Sportverein bieten sollte, fallen die Antworten unterschiedlich aus: Grundsätzlich suchen Jugendliche im Verein Kontakt und Entspannung. Der Bereich Körper und Erfolg ist ihnen allerdings wichtiger. Die Wünsche der Jugendlichen gehen hier sogar über ihre allgemeine Einschätzung hinaus. Action und Fun dagegen werden von Jugendlichen im Verein nur sehr begrenzt gesucht. Die Frage nach der erlebten Vereinsrealität zeigt, dass - unabhängig von der Bedeutsamkeit des Wunsches - in allen drei Bereichen Defizite bestehen. Zwischen Wunsch und Realität liegt jeweils ein deutlicher Unterschied.

Kontakt und Entspannung

Sieht man sich die Ergebnisse nach Mädchen und Jungen getrennt an, so fällt auf, dass Mädchen dem Bereich Kontakt und Entspannung deutlich mehr Gewicht beimessen als Jungen, für die wiederum der Bereich Körper und Erfolg wichtiger ist. Im Bereich Action und Fun sind keine Unterschiede festzustellen. Betrachtet man nun nur die jugendlichen Vereinsmitglieder, sieht die Bedürfnisausrichtung anders aus. Zwar suchen Jungen etwas mehr Action und Fun, während den Mädchen Kontakt und Entspannung wichtiger ist. Insgesamt ist aber der Bereich Körper und Erfolg der alles dominierende.
Hier sind auch keine Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen zu verzeichnen.
Jugendliche Vereinsmitglieder beiderlei Geschlechts suchen und finden demnach im Sportverein vor allem körperliche Betätigung und sportlichen Wettkampf. Weibliche Vereinsmitglieder zeichnen sich offensichtlich durch eine "männliche" Ausrichtung ihrer Bedürfnisse im Hinblick auf das Setting "Sportverein" aus.

Leistungs- und Breitensportler/ innen

Leistungs- und breitensportlich orientierte Vereinsmitglieder sowie Nichtmitglieder unterscheiden sich deutlich in ihren Bedürfnissen. Während für Breitensportler der Bereich Kontakt und Entspannung besonders wichtig ist, steht für Leistungssportler der Bereich Körper und Erfolg im Vordergrund.
Im Bereich Action und Fun gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Dieselbe Bedürfnisausrichtung findet sich auch, wenn man das Verhältnis von Wunsch und Realität in Bezug auf den Sportverein bei jugendlichen Vereinsmitgliedern untersucht. Breitensportler/innen wünschen sich mehr Angebote im Bereich Kontakt und Entspannung, Leistungssportler/ innen im Bereich Körper und Erfolg. Grundsätzlich besteht in beiden Bereichen jedoch ein deutlicher Unterschied zwischen Wunsch und erlebter Wirklichkeit. Hier liegen noch Verbesserungspotenziale für die Sportvereine.

Bedeutung für die Praxis

Jugendliche Vereinsmitglieder beiderlei Geschlechts suchen und finden im Sportverein vor allem körperliche Betätigung und sportlichen Erfolg - das spricht für eine eher traditionelle Ausrichtung der sportlichen Jugendarbeit.Breitensportlich orientierte Vereinsmitglieder suchen zugleich allerdings mehr soziale Kontakte und Entspannung als Leistungssportler/innen - das wiederum spricht für differenzierte Vereinsangebote im Jugendalter, nicht zuletzt für eine stärkere Reflexion des Leistungsverständnisses.

Action und Fun sind für Jugendliche durchaus wichtig, sie suchen es aber nicht vorrangig im Sportverein - Sportevents und -parties sind also nicht unbedingt das Mittel der Wahl, um Jugendliche für den Verein zu begeistern.
Will man Mädchen in die Vereine locken, müssen die Angebote weniger erfolgs- als vielmehr kontaktorientiert sein.Auch männliche Nichtmitglieder suchen unter Umständen eher soziale Kontakte und Entspannung als körperliche Leistungsvergleiche.

In der kommenden Ausgabe von "Wir im Sport": Welche Unterstützung erwarten Jugendliche vom Sportverein?
Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Studie für den organisierten Sport? 

 

Quelle: Sportjugendzeitung 2/2003

 

 

 

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