Zur Navigation Zum Inhalt

KONTAKT  |  LINKS  |  ARCHIV  |  IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZ
 

22.000 Euro - Gelsensport hilft Sportvereinen

09.04.2020

PRESSEMITTEILUNG:

22.000 Euro – Gelsenkirchener Sportvereine erhalten in Corona-Krise finanzielle Unterstützung von Gelsensport

Für das laufende Jahr verzichtet der Stadtsportbund auf Beitragszahlungen seiner 190 Mitglieder und greift den Gelsenkirchener Sportvereinen dadurch in der aktuellen Krise finanziell unter die Arme. Das Land NRW und der Landessportbund NRW stellen weitere Hilfen zur Verfügung. Unklar bleibt weiterhin, wie lange die umfassenden Sportverbote bestehen bleiben.

Gelsenkirchen, 09.04.2020. Spätestens seit den umfangreichen Verboten der Landesregierung vom 15. März 2020 geht nichts mehr im Gelsenkirchener Vereinssport. Alle Sportstätten – ob städtisch oder vereinseigen – sind verwaist, Vereinsheime bleiben leer, Veranstaltungen wie zum Beispiel große Turniere, Meisterschaften oder Osterfeuer fallen aus. „Dass ich eine solch dramatische Situation am Ende meiner 45-jährigen Amtszeit erlebe, hätte ich mir in meinen schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können“, sagt Jürgen Deimel, der in diesem Jahr sein Amt als Präsident von Gelsensport niederlegen will. „Wir wollen mit unserer finanziellen Hilfe dazu beitragen, dass unsere Sportvereine die Krise möglichst unbeschadet überstehen und wir danach weiterhin 190 Mitglieder zählen werden.“ Mit Beträgen zwischen 38 und 900 Euro werden somit Gelsenkirchener Sportvereine durch die Entscheidung von Gelsensport entlastet. „Auch wenn viele kleine Vereine nur den Mindestbeitrag von 38 Euro zahlen, können wir in Summe trotzdem alle Vereine um 22.000 Euro entlasten“, erklärt Gelsensport-Geschäftsführer Marco Baron und hofft, dass zumindest kurzfristig die finanzielle Not nicht zu groß ausfällt. „Bei uns haben sich bisher vor allem die Vereine gemeldet, die wegen Mieten und anderer Zahlungsverpflichtungen für vereinseigene Sportstätten große Sorgen haben. Der überwiegende Teil unserer Mitgliedsvereine betreibt seinen Sport aber in städtischen Sporthallen, Schwimmbädern und auf städtischen Sportplätzen, wofür die Vereine in Gelsenkirchen keine Mieten oder Nutzungsgebühren zahlen müssen“, führt Baron aus und ergänzt: „Die Stadt unterstützt den Vereinssport jährlich mit siebenstelligen Summen, indem sie in Sportanlagen investiert, Baukosten- und Unterhaltungskostenzuschüsse für Sportanlagen vergibt oder Projekte und Programme im Sport unterstützt. Und das vor dem Hintergrund der nicht einfachen finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt, die sich durch die Corona-Krise nicht verbessern werden.“ Bei Gelsensport hofft man daher, dass die negativen Folgen der Corona-Krise für die Stadt durch Bund und Land aufgefangen werden.

Gelsensport reiht sich mit seiner finanziellen Unterstützung in eine Reihe von bereits vorhandenen Hilfspaketen und -maßnahmen ein, die den rund 18.000 Sportvereinen in NRW durch die Krise helfen sollen. „Es freut mich sehr, dass die Hilferufe aus dem Sport in Düsseldorf angekommen sind und der Landessportbund bisher mit guten Ergebnissen aus den Gesprächen mit der Staatskanzlei herausgegangen ist.“ erklärt Baron. „Allen Vereinen, die derzeit keine Einnahmen erwirtschaften, beispielsweise aus dem Verkauf von Bratwürstchen und Kuchen, aus Eintrittsgeldern oder Teilnahmegebühren, Veranstaltungen oder ähnlichem, empfehle ich dringend, die Soforthilfe des Landes in Anspruch zu nehmen.“ Sportvereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb sowie selbständige Trainer*innen und Übungsleiter*innen können die „NRW-Soforthilfe 2020“ beim NRW-Wirtschaftsministerium online beantragen. Sportvereine, welche die Voraussetzungen für die „NRW-Soforthilfe 2020“ nicht erfüllen, denen aber trotzdem eine Zahlungsunfähigkeit droht, werden ab dem 15. April 2020 über das Förderportal des Landessportbundes NRW einen Zuschuss beantragen können. Hierfür stellt das Land NRW insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm „Förderung der Übungsarbeit“, von dem jährlich ca. 8.000 Vereine in NRW profitieren, werde um 3 Millionen Euro aufgestockt und solle dazu dienen, ehrenamtlichen Übungsleiter*innen trotz ausgefallener Stunden ein Übungsleiterhonorar direkt zukommen zu lassen, wie die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, in einer Pressekonferenz am 08.04.2020 mitteilte.

Dass der ehrenamtlich organisierte Sport bei allen notwendigen Hilfen für die Wirtschaft ebenfalls berücksichtigt wurde, spiegelt seine hohe Bedeutung wider. Unterstrichen wurde dies seit Beginn der Kontakteinschränkungen von vielen Gelsenkirchener Sportvereinen. „In Krisen zeigt sich der Charakter, war zuletzt oft zu hören. Unsere Sportvereine haben in den vergangenen Wochen durch verschiedene Aktionen ihren Charakter gezeigt“, lobt Deimel und meint damit die vielen Onlineangebote und Alltagshilfen, mit denen Sportvereine Ihren Mitgliedern und anderen Menschen in Gelsenkirchen in der Krise zur Seite stehen. „Unser Schalker Fanprojekt hat zum Beispiel auch gemeinsam mit den Ultras die Initiative Help Gelsen ins Leben gerufen, um Kneipen und anderen Gewerbetreibenden zu helfen. Für Sportvereine werden wir auch noch etwas machen.“

Unbeantwortet bleibt weiterhin die Frage, ob und wann die Verbote für den Sport gelockert werden könnten. Marco Baron beobachtet dies mit Sorge und erklärt: „Die getroffenen Maßnahmen waren notwendig und richtig. Keine Frage. Wir und auch unsere Sportvereine standen ab dem ersten Tag dahinter. Verfolgt man nun die Expertenmeinungen, müssen wir jedoch davon ausgehen, dass wir ohne Einschränkungen nicht durch das Jahr kommen werden, bis entweder das Virus eingedämmt oder ein Impfstoff entwickelt sein wird.“ Nach Meinung von Baron sollte daher der Landessportbund NRW mit seinen Fachverbänden und Stadt- und Kreissportbünden sinnvolle Regelungen erarbeiten und der Regierung vorschlagen, damit in den kommenden Wochen und Monaten auch wieder mehr Sport ausgeübt werden darf. „Es wird derzeit über Lockerungen für den Einzelhandel und andere Bereiche nachgedacht, möglicherweise mit Maskenpflicht wie in anderen Staaten. Es geht um die Frage der Öffnung von Schulen und Kitas, damit Kinder wieder lernen und Eltern wieder zur Arbeit können. Wenn man für diese Bereiche die Verbote durch Vorgabe strenger Regeln aufheben kann, dann sollte dies auch für die eine oder andere Sportart möglich sein. Ich mache mir keine Illusionen. Der Sport, so wie wir ihn kennen, wird in diesem Jahr vielleicht nicht mehr möglich sein. Aber ich kann mir sinnvolle Lösungen vorstellen, wie man Sportarten, bei denen es zwischen den Sporttreibenden einen natürlichen ausreichenden Abstand gibt, unter strengen Auflagen wieder erlauben kann. Es müsste dann aber auch allen klar sein, dass bestimmte Sportarten, bei denen direkte Kontakte unvermeidbar sind, wohl weiterhin nicht möglich sein werden. Allen Ehrenamtlichen und Mitgliedern in den Sportvereinen wünschen wir trotz aller schwierigen Umstände erholsame und gesunde Osterfeiertage.“

 

 

  • Die für den 19. Juni 2020 geplante Mitgliederversammlung von Gelsensport wird aufgrund der Corona-Krise verschoben. Ein Ersatztermin steht noch nicht fest.
  • Informationen zu den genannten Hilfs- und Förderprogrammen stehen auf der Webseite von Gelsensport unter www.gelsensport.de bereit.
  • Nutzen Sie ausschließlich die offiziellen Webseiten des Landes NRW und des Landessportbundes NRW zur Beantragung von Soforthilfen. Betrüger nutzen derzeit Fake-Seiten, um Daten zu stehlen und mit diesen die Soforthilfe zu erhalten.

 

 

 

Ansprechpartnerin für die Medien:

Gelsensport (Stadtsportbund Gelsenkirchen) e. V.
Mandana Rasooli Zadehei
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0209 169-5924
Mobil: 0172 8687519
E-Mail: mandana.rasooli.zadehei@gelsensport.de